Augsburger Panther: Erst chancenlos in Nürnberg, dann bittere Pleite gegen Köln

Die Augsburger Panther stecken weiter tief im Tabellenkeller der PENNY DEL. Nach einer klaren 1:4-Niederlage gegen die Nürnberg Ice Tigers folgte ein wahres Drama gegen die Kölner Haie: Trotz einer 3:0-Führung bis zur 46. Minute verlor der AEV am Ende noch mit 3:4. Damit bleibt Augsburg weiterhin Schlusslicht der Liga – und die Hoffnung auf den Klassenerhalt schwindet zusehends.

Keine Chance in Nürnberg – Panther unterliegen 1:4

Das Auswärtsspiel bei den Nürnberg Ice Tigers begann mit einer personellen Entscheidung von Headcoach Larry Mitchell: Er setzte im Tor auf Markus Keller und verzichtete auf den US-Amerikaner Strauss Mann, um stattdessen eine weitere Ausländerlizenz für einen Feldspieler nutzen zu können.

Doch diese Maßnahme zahlte sich nicht aus, denn Nürnberg übernahm von Beginn an die Kontrolle. Bereits nach acht Sekunden musste Keller das erste Mal eingreifen, und in der 7. Minute war er schließlich geschlagen: Jeremy McKenna erzielte aus spitzem Winkel das 1:0 für die Hausherren.

Augsburg hatte kurz darauf im ersten Powerplay die große Chance zum Ausgleich, doch weder Chris Collins, Florian Elias noch Mark Zengerle konnten Nürnbergs Torhüter Leon Hungerecker überwinden. Die Partie wurde nun ausgeglichener, doch kurz vor Drittelende schlugen die Ice Tigers erneut zu: Julius Karrer erhöhte mit einem Direktschuss von der blauen Linie auf 2:0.

Im Mittelabschnitt kämpften sich die Panther besser in die Partie, verpassten aber weiterhin den Anschlusstreffer. Thomas Schemitsch hatte eine gute Möglichkeit im Powerplay, und in Unterzahl lief Luca Tosto alleine auf Hungerecker zu, scheiterte aber. Besonders bitter wurde es in der 31. Minute: Anthony Louis hatte den Keeper bereits geschlagen, doch Evan Barratt rettete auf der Linie.

Und es kam noch schlimmer: Weniger als zwei Sekunden vor der zweiten Drittelpause erzielte Charlie Gerard mit einem Distanzschuss das 3:0 für Nürnberg. Ein Wirkungstreffer für Augsburg, das kurz nach Wiederbeginn sogar das 0:4 hinnehmen musste. Barratt profitierte von einem unglücklichen Abpraller, als Keller einen Schuss mit der Fanghand nach oben abwehrte – der Puck fiel über seinen Rücken ins Tor.

Florian Elias gelang zwar noch der Ehrentreffer nach einem schönen Solo, doch mehr war für die Panther nicht drin. Trotz einiger guter Chancen in der Schlussphase blieb es beim 1:4. Damit verpasste Augsburg eine Gelegenheit, Punkte im Abstiegskampf zu sammeln.

Bittere Niederlage gegen Köln: AEV verspielt 3:0-Führung

Wenige Tage später empfingen die Panther die Kölner Haie und lieferten eine der frustrierendsten Niederlagen der Saison ab. Bis zur 46. Minute führte Augsburg mit 3:0, doch dann folgte ein völliger Einbruch.

Larry Mitchell setzte diesmal wieder auf Strauss Mann im Tor, während Nick Baptiste als überzähliger Spieler auf die Tribüne musste. Und zunächst lief alles nach Plan:

• 2. Minute: Chris Collins brachte Augsburg mit einem Abstauber in Führung. Vorausgegangen war eine starke Kombination über Florian Elias und Anrei Hakulinen.

• 27. Minute: In einer Phase, in der Köln das Spiel machte, fing Thomas Schemitsch einen Puck ab, zog unwiderstehlich durch die Kölner Abwehr und traf sehenswert mit der Rückhand zum 2:0.

• 32. Minute: Augsburg nutzte sein erstes Powerplay eiskalt aus. Nolan Zajac staubte einen Abpraller von Anthony Louis zum 3:0 ab.

Mit dieser komfortablen Führung ging es ins Schlussdrittel – doch dann nahm das Drama seinen Lauf.

Kölner Blitz-Comeback: Drei Tore in dreieinhalb Minuten

46. Minute: Parker Tuomie traf bei einem Konter unhaltbar in den Winkel – nur noch 3:1.

48. Minute: Brady Austin brachte Köln endgültig zurück, als sein Schuss von Maximilian Renner unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht wurde – 3:2.

49. Minute: Wieder war es Tuomie, der einen wuchtigen Schlagschuss genau in den Winkel setzte – 3:3.

Innerhalb von drei Minuten und 39 Sekunden war Augsburgs scheinbar sichere Führung dahin. Köln spielte jetzt wie im Rausch, während die Panther völlig verunsichert wirkten.

Köln dreht das Spiel – Augsburg bleibt am Boden

In der 57. Minute dann der endgültige Genickbruch: Brady Austin erzielte mit seinem zweiten Treffer des Abends das 3:4 – die erste Kölner Führung der Partie.

Augsburg warf in den letzten Minuten noch einmal alles nach vorne und nahm den Torhüter vom Eis, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen.

Fazit: Augsburg weiter auf dem letzten Platz – Hoffnung schwindet

Die vergangenen beiden Spiele zeigten deutlich, warum die Augsburger Panther am Tabellenende stehen. In Nürnberg agierte das Team über weite Strecken zu harmlos und ließ zu viele Chancen liegen. Gegen Köln präsentierte sich der AEV zwar stark, brach aber innerhalb weniger Minuten komplett ein.

Mit diesen beiden Niederlagen bleibt Augsburg weiterhin Schlusslicht der PENNY DEL und verpasste es, sich im Kampf um den Klassenerhalt eine bessere Ausgangslage zu verschaffen. Besonders die Pleite gegen Köln könnte im Nachhinein noch richtig schmerzen.

Jetzt bleibt nur noch eine Handvoll Spiele, um das drohende Aus in der höchsten deutschen Spielklasse abzuwenden. Doch nach diesen beiden Rückschlägen dürfte das Selbstvertrauen der Mannschaft schwer angekratzt sein.