Grizzlys Wolfsburg: Zwei Niederlagen gegen Top-Teams – Playoff-Form noch nicht gefunden

Die Grizzlys Wolfsburg haben in der Schlussphase der Hauptrunde zwei weitere Niederlagen kassiert. Gegen die Kölner Haie setzte es eine deutliche 2:6-Heimpleite, während die Niedersachsen bei den Eisbären Berlin trotz einer engagierten Leistung mit 3:6 unterlagen. In beiden Spielen zeigte sich, dass die Grizzlys defensiv zu anfällig sind, um gegen die Top-Teams der Liga zu bestehen.

Deutliche Heimniederlage gegen Köln – K.o. in 55 Sekunden

Das Heimspiel gegen die Kölner Haie begann denkbar schlecht. Nach nur dreieinhalb Minuten zappelte der Puck zum ersten Mal im Wolfsburger Netz, als Justin Schütz aus dem Bullykreis Maß nahm und Dustin Strahlmeier überwand.

Die Grizzlys zeigten jedoch zunächst eine gute Reaktion: Luis Schinko nutzte das erste Powerplay eiskalt aus und sorgte mit seinem Treffer für den 1:1-Ausgleich. Doch die Niedersachsen konnten das Momentum nicht halten, im Gegenteil: Parker Tuomie und Louis-Marc Aubry bestraften Wolfsburger Fehler eiskalt, sodass Köln mit einer 3:1-Führung in die zweite Pause ging.

Im Schlussabschnitt sorgten die Haie dann für klare Verhältnisse. Kevin Niedenz erhöhte auf 4:1, bevor innerhalb von nur 55 Sekunden Josh Currie und Gregor MacLeod das halbe Dutzend für die Gäste vollmachten. Immerhin betrieb Nick Caamano noch Ergebniskosmetik in einer fünfminütigen Überzahl, nachdem Maximilian Kammerer wegen eines Checks gegen den Kopf von Timo Ruckdäschel mit einer Spieldauerstrafe vom Eis musste.

Am Ende stand jedoch eine deutliche 2:6-Heimniederlage, die zeigt, dass die Grizzlys aktuell defensiv zu anfällig agieren, um gegen die Playoff-Konkurrenz zu bestehen.

Knappe Niederlage in Berlin – Grizzlys kämpfen sich heran, aber Berlin bleibt eiskalt

Wenige Tage später ging es für Wolfsburg nach Berlin zum amtierenden Meister. Und auch hier gerieten die Niedersachsen früh in Schwierigkeiten: Innerhalb von nur fünf Minuten zogen die Eisbären durch Tore von Ty Ronning, Lean Bergmann und Manuel Wiederer auf 3:0 davon.

Die Grizzlys reagierten erneut kämpferisch: Tanner Kaspick verkürzte noch im ersten Drittel auf 1:3. Nach 63 Sekunden im Mittelabschnitt wurde es dann wieder spannend, als Ryan O’Connor im Powerplay den Anschluss zum 2:3 herstellte. Doch nur 39 Sekunden später stellte Leonhard Pföderl den alten Abstand wieder her – ein echter Rückschlag für Wolfsburg.

Trotz mehrerer Unterzahlsituationen hielten die Grizzlys das Spiel offen und kamen im Schlussdrittel durch Andy Miele erneut auf 3:4 heran. Doch am Ende setzte sich die individuelle Klasse der Eisbären durch: Ronning und Wiederer machten mit ihren späten Toren den 6:3-Sieg für Berlin perfekt.

Fazit: Defensiv zu anfällig – Wolfsburg muss sich stabilisieren

Beide Spiele zeigten ein ähnliches Muster: Wolfsburg begann schwach, kämpfte sich zurück, war aber am Ende nicht in der Lage, das Spiel zu drehen. Besonders problematisch ist die defensive Anfälligkeit, die in beiden Partien mehrere Gegentore innerhalb kurzer Zeit zuließ.

Mit nur noch einem verbleibenden Heimspiel in der Hauptrunde gegen die Straubing Tigers müssen sich die Grizzlys dringend stabilisieren, wenn sie in den Playoffs eine Chance haben wollen. Aktuell fehlt es an der nötigen Konstanz, um gegen die Top-Teams der Liga bestehen zu können.