
Als die Augsburger Panther im vergangenen Sommer in die Saison 2025/26 starteten, war vieles auf Neuanfang ausgelegt. Mit Bill Peters an der Bande sollte ein neues Kapitel beginnen. Die Erwartungen rund um das Curt-Frenzel-Stadion waren entsprechend groß: Nach schwierigen Jahren sollte der Weg wieder in Richtung Pre-Playoffs und mittelfristig zurück in die Spitzengruppe der DEL führen.
Neun Monate später fällt das Fazit differenziert aus.
Die Panther beendeten die Hauptrunde auf Platz 11 und verpassten damit die Pre-Playoffs knapp. Aus 52 Spielen holte die Mannschaft 60 Punkte, was einem Punkteschnitt von 1,154 Punkten pro Partie entspricht. Eine Bilanz, die weder als klarer Rückschritt noch als echter Durchbruch gewertet werden kann.
Wer auf die Statistiken blickt, erkennt schnell die größte Baustelle der Saison. Zwar erzielten die Panther 150 Tore und bewiesen damit regelmäßig, dass sie offensiv mit vielen Teams der Liga mithalten können. Gleichzeitig kassierte Augsburg jedoch 189 Gegentreffer. Die daraus resultierende Tordifferenz von -39 verdeutlicht, warum die entscheidenden Punkte im Rennen um die Top Ten am Ende fehlten.
Dabei verlief die Saison keineswegs durchgehend enttäuschend. Immer wieder zeigte die Mannschaft ihr Potenzial. Gegen höher eingeschätzte Gegner gelangen Achtungserfolge, und gerade in Phasen, in denen das Team mit Tempo und Konsequenz agierte, war erkennbar, welche Idee Peters seiner Mannschaft vermitteln wollte.
Das große Problem blieb jedoch die Konstanz.
Auf starke Wochen folgten regelmäßig Rückschläge. Besonders in den entscheidenden Wochen der Hauptrunde gelang es den Panthern nicht, den nötigen Druck auf die direkte Konkurrenz aufzubauen. Während andere Teams ihre Form rechtzeitig fanden, ließ Augsburg zu viele Punkte liegen, um sich dauerhaft auf einem Pre-Playoff-Platz festzusetzen.
Dennoch gab es einige positive Entwicklungen. Mehrere junge Spieler konnten wichtige Schritte in ihrer Entwicklung machen und übernahmen zunehmend Verantwortung. Gleichzeitig stabilisierte sich das Grundgerüst der Mannschaft. Die vorzeitige Vertragsverlängerung von Trainer Bill Peters kann daher auch als Zeichen verstanden werden, dass die Verantwortlichen den eingeschlagenen Weg grundsätzlich als richtig ansehen.
Ein weiterer Pluspunkt war erneut das Umfeld. Unabhängig von Tabellenplatz und Ergebnissen blieb die Unterstützung der Fans bemerkenswert. Das Curt-Frenzel-Stadion gehörte auch in dieser Spielzeit zu den lautstärksten und emotionalsten Standorten der Liga. Gerade in schwierigen Phasen zeigte sich, welchen Stellenwert die Panther in der Stadt und der Region besitzen.
Am Ende steht somit eine Saison, die irgendwo zwischen Hoffnung und Enttäuschung einzuordnen ist. Die nackten Ergebnisse reichen nicht aus, um von einem Erfolg zu sprechen. Gleichzeitig gibt es genügend Anzeichen dafür, dass in Augsburg etwas entsteht, auf dem sich aufbauen lässt.
Die Saison 2025/26 wird deshalb vermutlich nicht als eine Spielzeit in Erinnerung bleiben, die große Schlagzeilen schrieb. Vielmehr könnte sie rückblickend als Übergangsjahr betrachtet werden – als die Saison, in der die Panther erste Fundamente legten, ohne bereits die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.
Für den nächsten Schritt wird Augsburg vor allem eines brauchen: mehr Stabilität. Denn die Rechnung der Saison war letztlich einfach. 150 erzielte Tore waren konkurrenzfähig. 189 Gegentore dagegen zu viel. Genau in dieser Differenz lag der Abstand zwischen Platz 11 und einer Teilnahme an den Pre-Playoffs.
Saisonbilanz 2025/26
- Spiele: 52
- Punkte: 60
- Punkteschnitt: 1,154
- Tore: 150
- Gegentore: 189
- Tordifferenz: -39
- Platzierung: 11. Platz
- Ergebnis: Pre-Playoffs verpasst
Die Richtung stimmt in einigen Bereichen. Der Beweis dafür wird allerdings erst in der Saison 2026/27 erbracht werden müssen.

Hinterlasse einen Kommentar