
Berlin Es gibt Spiele die erzählen mehr über eine Serie als jede Statistik. Dieses zweite Finale in der Hauptstadt gehört genau in diese Kategorie. 5 zu 1 für Berlin 2 zu 0 in der Serie und Mannheim steht schon jetzt mit dem Rücken näher zur Wand als ihnen lieb sein kann.
Dabei begann alles eigentlich nach Mannheimer Geschmack. Druckvoll mutig mit Tempo in den ersten Wechseln. Zwei auf eins direkt zu Beginn Abschlüsse Nachschüsse genau das Rezept das man sich auswärts in einem Finale vornimmt. Nur während die Adler noch suchten fanden die Eisbären schon. Manuel Wiederer netzte in der dritten Minute abgezockt ein. Erste Chance erstes Tor. Berlin eben.
Ein bekanntes Muster
Und dieses Muster zog sich wie ein roter Faden durch den Nachmittag. Mannheim investierte Berlin kassierte und schlug zu. Die Adler spielten kein schlechtes erstes Drittel im Gegenteil. Sie erspielten sich Chancen sie waren präsent. Aber da stand eben auch Jonas Stettmer. Ruhig wach kompromisslos. Einer dieser Torhüter Auftritte die Serien kippen können.
Spielkontrolle ohne Belohnung
Im zweiten Drittel wurde das Bild fast schon zur Kopie. Mannheim machte das Spiel Berlin machte die Tore. Liam Kirk erhöhte früh auf 2 zu 0 wieder nach einem schnellen Umschaltmoment. Wieder zu einfach aus Mannheimer Sicht. Und wieder ein Wirkungstreffer.
Was den Adlern fehlte war nicht Wille nicht Einsatz nicht einmal zwingend Spielkontrolle. Es war Effizienz. Die kleinen Momente. Der eine Pass der durchkommt. Der eine Abschluss der sitzt. Berlin hingegen spielte das was man in Finals so oft hört und so selten konsequent sieht strukturiert diszipliniert gnadenlos effektiv.
Die Entscheidung im Schlussdrittel
Im Schlussdrittel kippte das Spiel dann endgültig. Leo Pföderl aus dem Nichts auftauchend aus dem Slot abschließend 3 zu 0. Der Genickbruch. Und weil es manchmal eben so läuft legte er wenig später gleich noch einen nach. 4 zu 0 Spiel entschieden Halle im Ausnahmezustand. Dass Eric Hördler nur Sekunden später das 5 zu 0 nachschob passte ins Bild eines Abends an dem Berlin seine Chancen fast schon beiläufig verwertete.
Der Mannheimer Ehrentreffer durch Luke Esposito in Überzahl Ergebniskosmetik mehr nicht.
Klare Rollenverteilung in der Serie
Was bleibt ist ein klares Gefühl Diese Serie wird nicht über Spielanteile entschieden sondern über Momente und Effizienz. Und in genau diesen Momenten ist Berlin aktuell schlicht besser. Cleverer kälter finaler.
Mannheim dagegen steht vor einer unbequemen Wahrheit. Zwei Spiele viele Chancen ein Tor aus dem Spiel heraus. Wer so mit seinen Möglichkeiten umgeht bringt sich selbst in diese Lage.
Noch ist nichts entschieden. Aber die Richtung ist klar. Und sie zeigt ziemlich deutlich nach Berlin.


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