
Ein Abend voller Erwartungen – und harter Checks
Im zweiten Halbfinalduell zwischen den Adler Mannheim und den Eisbären Berlin zeigte sich erneut, was Playoff-Hockey ausmacht: Intensität, Präzision und starke Torhüterleistungen. Die SAP Arena war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Stimmung aufgeheizt – doch am Ende jubelten nur die Gäste. Mit einem 2:0-Erfolg holen sich die Eisbären auch Spiel 2 und gehen in der Best-of-Seven-Serie mit 2:0 in Führung.
Erstes Drittel: Viel Kampf, wenig Raum
Beide Teams starteten hochkonzentriert und körperbetont in die Partie. Strafen auf beiden Seiten – unter anderem gegen Esposito und Hördler – prägten ein intensives erstes Drittel, in dem klare Torchancen selten blieben. Die Defensive stand im Vordergrund, beide Torhüter – Jake Hildebrand für Berlin, Arno Tiefensee für Mannheim – hielten ihre Teams im Spiel.
Zweites Drittel: Berlin nutzt seine Chancen
In der 30. Minute schlug Berlin erstmals zu: Marcel Noebels traf nach Vorarbeit von Pföderl und Ronning zur Führung. Nur vier Minuten später legte Eric Hördler das 0:2 nach – wieder mit Ty Ronning als Vorlagengeber. Während Berlin eiskalt agierte, fand Mannheim trotz hoher Intensität kein Durchkommen gegen die kompakte Defensive der Gäste.
Drittes Drittel: Mannheim drückt – Berlin hält dicht
Die Adler versuchten im Schlussabschnitt alles, warfen noch einmal alles nach vorne. In der Schlussphase ging Tiefensee zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis – doch der Anschlusstreffer wollte nicht fallen. Berlin blockte Schüsse, verteidigte diszipliniert und vertraute auf Hildebrand, der mit 25 Paraden einen Shutout feierte.
Zahlen des Spiels: Chancen plus, Tore null
Mannheim gab 60 Schüsse ab – doch die Schusseffizienz lag bei 0 %. Berlin hingegen nutzte seine Möglichkeiten deutlich besser (2 Tore aus 21 Schüssen, 9,52 %). Beide Teams blieben in ihren Powerplays ohne Torerfolg. Herausragend: Ty Ronning mit zwei Assists und Jake Hildebrand mit 100 % Fangquote.
Fazit: Berlin legt vor – Mannheim unter Zugzwang
Mit dem zweiten Sieg in der Serie haben die Eisbären sich eine starke Ausgangslage erspielt. Die Adler stehen im kommenden Spiel unter Druck und müssen eine Antwort finden, um den Anschluss in der Serie nicht zu verlieren. Berlin dagegen hat den ersten Schritt in Richtung Finale gemacht – doch entschieden ist noch nichts.


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