Pinguins reisen mit Matchpuck nach Nürnberg

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Die Fischtown Pinguins haben sich mit einem überzeugenden Auftritt zum Auftakt der ersten Playoff-Runde eine glänzende Ausgangsposition erarbeitet. Nach dem 4:0 im ersten Spiel der Best-of-three-Serie gegen die Nürnberg Ice Tigers bietet sich dem Team von Alexander Sulzer am Freitagabend die Chance, bereits vorzeitig den Einzug ins Viertelfinale perfekt zu machen. Spiel zwei beginnt um 19:30 Uhr in der PSD Bank Nürnberg Arena.

Der erste Sieg der Serie war aus Sicht der Bremerhavener in vielerlei Hinsicht ein starkes Signal. Trotz des kurzfristigen Ausfalls von Top-Torjäger Miha Verlic ließ sich die Mannschaft nicht aus dem Konzept bringen und präsentierte sich über weite Strecken stabil, fokussiert und reif. Gerade in einer Partie, die von hoher Intensität und körperbetonter Gangart geprägt war, bewahrten die Pinguins die Ruhe und blieben konsequent bei ihrem Spiel.

Ein wesentlicher Faktor für den gelungenen Playoff-Auftakt war dabei die Defensivarbeit. Vor allem in Unterzahl agierte Bremerhaven aufmerksam und diszipliniert. Drei Nürnberger Powerplays überstanden die Pinguins schadlos, auch DEL-Topscorer Evan Barratt kam nicht entscheidend zur Entfaltung. Das Penalty Killing setzte damit ein deutliches Ausrufezeichen zu einem Zeitpunkt, an dem funktionierende Special Teams in einer kurzen Serie schnell den Unterschied ausmachen können.

Noch Luft nach oben gibt es dagegen im Überzahlspiel. Zwar gelang den Pinguins im Powerplay spät noch ein Treffer, insgesamt blieb die Ausbeute in dieser Phase aber hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Die kurzfristigen personellen Umstellungen dürften dabei eine Rolle gespielt haben. Gerade mit Blick auf ein potenziell enges zweites Spiel könnte eine Steigerung im Powerplay jedoch noch zu einem wichtigen Hebel werden.

Dass Bremerhaven dennoch so souverän auftrat, spricht vor allem für die Tiefe im Kader. Mehrere Ausfälle waren vor Spiel eins zu kompensieren, doch das gelang bemerkenswert geschlossen. Ross Mauermann rückte mit zwei Toren in den Mittelpunkt, auch Nico Krämmer meldete sich nach seiner Rückkehr direkt mit einem Treffer zurück. Das Fehlen von Jan Urbas, Bennet Roßmy und Max Görtz konnte der Tabellenzweite so mannschaftlich auffangen.

Großen Anteil am Erfolg hatte zudem Kristers Gudlevskis. Der Goalie, rechtzeitig zu den Playoffs wieder in Topform, lieferte mit seinem Shutout den gewohnt sicheren Rückhalt und strahlte in jeder Phase Ruhe aus. Gerade in den Playoffs sind Torhüter oft der entscheidende Faktor und die Pinguins können sich aktuell darauf verlassen, dass Gudlevskis genau diese Rolle ausfüllt.

Vor dem zweiten Duell richten sich die Blicke nun auch auf die personelle Situation. Bei Miha Verlic gibt es ebenso Hoffnung auf eine Rückkehr wie bei Kapitän Jan Urbas, der sich Schritt für Schritt an ein Comeback herantastet. Zusätzliche Optionen würden dem Bremerhavener Spiel noch einmal mehr Qualität und Variabilität verleihen.

Klar ist aber schon jetzt: Die Pinguins fahren mit viel Selbstvertrauen nach Nürnberg. Der Auftaktsieg hat gezeigt, dass Bremerhaven auch personelle Rückschläge wegstecken kann und rechtzeitig zur wichtigsten Phase der Saison die nötige Stabilität, Reife und Geschlossenheit mitbringt. Nun soll auswärts der zweite Schritt folgen und damit der direkte Weg ins Viertelfinale.


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