
Es waren zwei Spiele, die exemplarisch zeigen, wie eng Freud und Leid im Saisonendspurt der Fischtown Pinguins beieinanderliegen. Erst der bittere Dämpfer zuhause, dann die klare Antwort auswärts. Binnen drei Tagen erlebte Bremerhaven eine Achterbahnfahrt – und hat im Rennen um Platz sechs weiterhin das Nachsehen.
Heimserie reißt weiter 2:3 gegen Ingolstadt
Vor ausverkauftem Haus erwischten die Pinguins gegen den ERC Ingolstadt eigentlich den besseren Start. Bremerhaven spielte druckvoll, erspielte sich früh Chancen nur das Tor fehlte.
Schon nach wenigen Sekunden prüfte Andrew Agostino den Gästegoalie, wenig später kombinierten sich Colt Conrad und Max Görtz sehenswert vors Tor, doch auch hier blieb der Puck draußen. Bremerhaven hatte Zugriff, Tempo und Möglichkeiten aber keinen Ertrag.
Das rächte sich im zweiten Drittel. Ingolstadt kam deutlich wacher aus der Kabine und nutzte seine Phase eiskalt. Erst traf Ty Ronning Sheen aus dem Slot, kurz darauf legte Verteidiger Morgan Breton im Powerplay per Onetimer nach. Innerhalb von kaum zwei Minuten lag Bremerhaven 0:2 hinten.
Die Antwort kam allerdings prompt: Akito Hirose verkürzte mit einem Distanzschuss im Powerplay, ehe Conrad kurz vor der Pause seinen eigenen Rebound über den Schoner lupfte 2:2, alles wieder offen.
Doch der Start ins Schlussdrittel geriet zum Genickbruch. Kaum hatte das Drittel begonnen, brachte Topscorer Zachary Barber die Gäste wieder in Führung. Bremerhaven rannte anschließend an, fand aber keinen Weg mehr vorbei an Goalie Kevin Mandolese Brochu. Auch mit sechstem Feldspieler blieb der Ausgleich aus.
Die Folge: Die fünfte Heimniederlage in Serie und der Verlust von Platz sechs an die Eisbären Berlin.
Klare Antwort am Seilersee 5:0 in Iserlohn
Nur zwei Tage später zeigte Bremerhaven jedoch die richtige Reaktion. Beim Auswärtsspiel gegen die Iserlohn Roosters präsentierten sich die Pinguins deutlich effizienter und konnten sich vor allem auf ihren Torhüter verlassen.
Kristers Gudlevskis war von Beginn an gefordert, hielt aber alles, was auf sein Tor kam. Gerade in der Anfangsphase, als Iserlohn viel Druck machte, war der lettische Goalie mehrfach zur Stelle.
Mit dem ersten Überzahlspiel schlug Bremerhaven dann zu: C.J. Smith verwertete einen Abpraller zur Führung. Spätestens im zweiten Drittel übernahmen die Gäste mehr und mehr die Kontrolle. Phillip Bruggisser erhöhte mit einem Distanzschuss auf 2:0.
Im Schlussabschnitt machten die Special Teams endgültig den Unterschied. Alex Friesen nutzte ein weiteres Powerplay zum 3:0, ehe Iserlohn alles riskierte und den Torwart vom Eis nahm. Das nutzten Ludwig Byström und Nicholas Jensen mit Treffern ins leere Tor der 5:0-Endstand.
Gudlevskis krönte seine starke Leistung mit einem Shutout.
Platz sechs bleibt außer Reichweite
Trotz des deutlichen Sieges änderte sich in der Tabelle nichts. Die Eisbären Berlin gewannen parallel ihr Spiel in Köln und bleiben damit zwei Punkte vor den Pinguins.
Für Bremerhaven bleibt damit alles eng im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation mit der Erkenntnis aus diesem Wochenende: Wenn die Effizienz stimmt, kann diese Mannschaft jederzeit antworten.


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