Die Hauptrunde geht in ihre entscheidende Phase und dieser Abend hatte alles: klare Statements, knappe Kisten und stille Arbeitssiege. Wer jetzt punktet, sammelt nicht nur Zähler, sondern Selbstvertrauen für das, was kommt.

Köln sendet ein Meisterschaftssignal

Die Kölner Haie zerlegten die Dresdner Eislöwen mit 7:2 und das war mehr als ein gewöhnlicher Heimsieg. Fünf Tore im Mittelabschnitt, Tempo über 60 Minuten, dazu die nötige Kaltschnäuzigkeit.

Köln wirkte nicht wie ein Team, das „nur“ ein Spiel gewinnen wollte. Es wirkte wie eines, das verstanden hat, dass jetzt die Phase beginnt, in der Dominanz auch psychologisch wirkt. Wer so auftritt, schickt eine Botschaft an die gesamte Liga.

Straubing stiehlt Berlin die Bühne

In der Hauptstadt wurde es unangenehm für die Eisbären Berlin. Die Straubing Tigers drehten die Partie und nahmen beim 3:2 drei Auswärtspunkte mit.

Berlin rannte an, Straubing blieb strukturiert. Genau diese Spiele entscheiden im Frühjahr über Heimrecht oder eben nicht. Für die Tigers ein Sieg mit Signalwirkung, für die Eisbären ein Dämpfer zur Unzeit.

Iserlohn nutzt seine Chance

Die Iserlohn Roosters gewannen 4:1 bei den Nürnberg Ice Tigers und das mit bemerkenswerter Reife.

Frühe Führung, kontrolliertes Spiel, konsequente Chancenverwertung. Nürnberg dagegen bleibt im Rhythmus zu inkonstant. In dieser Phase zählt Stabilität – und die brachten an diesem Abend nur die Gäste mit.

Frankfurt wächst zusammen

Die Löwen Frankfurt besiegten die Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 4:1. Kein Spektakel, sondern ein kontrollierter Auftritt.

Früh geführt, defensiv stabil geblieben, Chancen effizient genutzt. Frankfurt spielt derzeit erwachsenes Eishockey und das ist oft gefährlicher als jede Show.

Arbeitssieg in Mannheim

Die Adler Mannheim setzten sich knapp mit 3:2 gegen die Augsburger Panther durch.

Es war kein Offensivfeuerwerk, sondern ein Geduldsspiel. Genau solche Partien gewinnen Teams, die wissen, dass in den Playoffs nicht Schönheit, sondern Effizienz zählt.

München in Playoff-Form

Der EHC Red Bull München ließ beim 4:0 gegen den ERC Ingolstadt defensiv nichts anbrennen.

Struktur, Tempo, Disziplin: München wirkte komplett. Wenn die Defensive steht, wird dieses Team brandgefährlich.

Schwenningen dreht das Ding

Die Schwenninger Wild Wings gewannen 4:2 bei den Grizzlys Wolfsburg, nachdem sie zwischenzeitlich zurücklagen.

Kein Nervositätsmoment, keine Hektik. Stattdessen Geduld und im richtigen Moment Effizienz. Genau das braucht man, wenn jeder Punkt im Tabellenmittelfeld Gold wert ist.

Fazit: Charakterphase der Saison

Dieser Spieltag hatte eine klare Botschaft: Jetzt entscheidet nicht mehr nur Talent, sondern Haltung.

Ein Spitzenreiter mit breiter Brust. Verfolger, die sich gegenseitig Punkte klauen. Teams im Tabellenkeller, die um jeden Zentimeter Eis kämpfen.

Die Liga zieht an. Und wer jetzt nicht bereit ist, wird im April nur Zuschauer sein.