Playoffs 2026: Es wird wieder dreckig und die Haie sitzen schon im Warmen

Der Kalender ist markiert.
Der Puls geht hoch.
Und in der Deutsche Eishockey Liga riecht es langsam wieder nach Frühling. Nicht nach Blumen. Nach Playoffs.

Am 15. März fällt der Vorhang der Hauptrunde 2025/26. Acht Spieltage bleiben nach der Olympia-Pause (Restart: 25. Februar), dann wird sortiert, gerechnet, gezittert. Und während halb Deutschland noch mit dem Taschenrechner hantiert, haben die Kölner Haie längst Fakten geschaffen.

Tabellenführer.
Viertelfinale fix.
Früh drin.

Statement genug.


Erst Nadelöhr, dann Knochenmühle

Los geht’s am 17. März mit der 1. Playoff-Runde. Plätze 7 bis 10 prügeln sich im „Best of Three“ um die letzten beiden Tickets fürs Viertelfinale. Zwei Siege. Mehr braucht es nicht. Weniger darf es nicht sein.

Das ist kein Warmwerden. Das ist Survival.

Ab dem Viertelfinale? „Best of Seven“. Vier Siege bis zum Glück. Oder bis zur Sommerpause.

Viertelfinale ab 24. März.
Halbfinale ab 8. April.
Finale ab 24. April.

Spätestens am 7. Mai 2026 steht der Meister fest. Game Seven im Mai? Es gibt wenig Besseres im deutschen Sport.

Alle Spiele live bei MagentaSport, ausgewählte Partien im Free-TV bei DF1. Große Bühne. Große Geschichten.


Die Tabelle kalt, gnadenlos, manchmal unfair

Gewertet wird nach Punkteschnitt. Punkte durch Spiele. Klingt nüchtern. Ist es auch.

Bei Gleichstand entscheidet die Tordifferenz. Dann der Toreschnitt. Dann der direkte Vergleich. Und wenn selbst das nicht reicht, wird unter den punktgleichen Teams eine eigene Mini-Tabelle gebildet.

Heißt übersetzt:
Ein Gegentor im November kann im März dein Heimrecht kosten.
Oder dein Viertelfinale.


Heimrecht ist gut. Spiel sieben zuhause ist besser.

Die Paarungen richten sich strikt nach der Platzierung. Der Beste gegen den Letzten, der Zweite gegen den Vorletzten. Klassisch. Verdient. Brutal.

Und ja, Heimrecht ist in den Playoffs kein Mythos. Viermal vor eigenem Publikum spielen zu dürfen, wenn es über sieben geht, ist ein Pfund. Besonders dann, wenn Spiel sieben in deiner Halle stattfindet.

Bei den Kölner Haie ist allerdings nicht alles klassisch aber alles durchdacht.


Der Haie Sonderweg

Die LANXESS arena ist ein Biest. Konzerte, Shows, Termine ohne Ende. In der Vergangenheit war der Playoff-Kalender für Köln oft ein Puzzle mit fehlenden Teilen.

Deshalb gilt seit 2024/25 eine Sonderregelung:
Die Haie starten jede Serie auswärts. Egal, ob sie Heimrecht haben oder nicht.

Danach wird normal gewechselt. Und falls es zu Spiel sieben kommt und Köln sportlich das Heimrecht besitzt dann steigt das entscheidende Spiel trotzdem zuhause.

Heimvorteil bleibt also Heimvorteil.
Nur die Reihenfolge ist anders.

Ein organisatorischer Move. Aber einer, der Planungssicherheit bringt und am Ende vielleicht sogar Fokus.


Und jetzt?

Noch sind acht Spieltage zu gehen. Noch können Serien kippen. Noch können Favoriten stolpern.

Aber eines ist sicher:
Der Fahrplan steht.

Ab dem 17. März wird nicht mehr gerechnet.
Dann wird geblockt, geblutet, gebrüllt.

Playoffs in der Deutsche Eishockey Liga sind kein Turnier.
Sie sind ein Zustand.

Und irgendwo zwischen März und Mai wird eine Mannschaft vier Spiele im Finale gewinnen.
Vier. Mehr nicht.

Der Rest ist Geschichte.