Marner schießt Kanada ins Olympia-Halbfinale. Drama nach 60 Minuten Herzstillstand

Es war eines dieser Spiele, bei denen man schon nach fünf Minuten weiß: Das hier wird nichts für schwache Nerven.

Im Viertelfinale der Olympische Winterspiele 2026 lieferten sich Kanada und Tschechien ein Duell, das alles hatte Tempo, Härte, individuelle Klasse. Und am Ende diesen einen Moment, der bleibt.

Kanada vs Tschechien 4:3 (OT)

Kanada gewinnt nach Verlängerung.

Held des Abends: Mitch Marner.

Früher Nackenschlag und eine Antwort

Tschechien kam frech aus der Kabine. Aggressiv im Forecheck, schnell in den Umschaltmomenten. Die Führung war kein Zufall, sie war verdient. Kanada wirkte kurz überrascht vielleicht auch ein bisschen zu sehr überzeugt von der eigenen Offensivpower.

Doch genau diese Qualität blitzte auf.

Erst der Ausgleich, dann ein Spiel, das kippte, ohne sich jemals wirklich zu entscheiden. Auf kanadischer Seite übernahmen die jungen und etablierten Stars Verantwortung:

Macklin Celebrini mit der Energie eines Spielers, der nichts zu verlieren hat.

Nathan MacKinnon mit dieser unwiderstehlichen Dynamik durch die Mitte.

Nick Suzuki eiskalt im Slot.

Aber Tschechien blieb dran.

David Pastrnak zeigte, warum er in engen Spielen immer eine Idee mehr hat. Lukas Sedlak arbeitete, traf, nervte.

Ondrej Palat machte das, was er immer macht: wichtige Tore in wichtigen Momenten.

60 Minuten reichten nicht. 3:3.

Verlängerung und dieser eine Schnitt

Overtime im olympischen Viertelfinale ist kein Eishockey. Es ist ein Nervenexperiment.

Ein Fehler und vier Jahre Arbeit sind vorbei.

Kanada spielte geduldig. Kein wildes Heldenhockey, sondern kontrollierte Zonen-Einträge, Scheibenbesitz, Wechsel sauber zu Ende. Und dann kam er.

Marner bekommt Raum. Einen Schritt. Einen Moment.

Er zieht nach innen Handgelenkschuss.

Tor. 4:3.

Keine übertriebene Jubelpose. Nur Erleichterung. Und dieses Wissen: Halbfinale.

Was dieses Spiel erzählt

Kanada ist verwundbar.

Aber Kanada findet Wege.

Tschechien hat gezeigt, dass es strukturell und mental absolut auf Augenhöhe ist. Dieses Spiel hätte in beide Richtungen kippen können. Es war kein kanadischer Machtdemonstrations-Abend. Es war ein Arbeitssieg.

Und genau das macht Turniermannschaften gefährlich.

Mit dem Overtime-Treffer von Mitch Marner steht Kanada im Halbfinale der Olympischen Winterspiele 2026.

Und wenn dieses Viertelfinale ein Vorgeschmack war, dann wird der Rest dieses Turniers alles nur nicht langweilig.