Die Haie, die Geschichte schreiben: Wie Köln die DEL auf den Kopf stellt

Was wir in den letzten Tagen im schwarz-weißen Haie-Universum gesehen haben, verdient kein normales Eishockey-Vokabular. Es ist eine kleine, wilde Geschichte von Ambition, von Druck, der wächst, und von Momenten, in denen man das Gefühl hat: das hier könnte größer werden als alles zuvor. 

Denn am vergangenen Wochenende haben die Kölner Haie nicht nur zwei wichtige Spiele gewonnen sie haben die Deutsche Eishockey Liga (DEL) schlichtweg umgeschrieben. 

Samstag: Rekord eingestellt, Ambition entfacht

Im Duell bei den Schwenninger Wild Wings zeigte Köln jene Mischung aus Disziplin, Cleverness und unbedingtem Willen, die diese Serie überhaupt erst ermöglicht hat: 3:2 auswärts, ein Sieg, der zwar knapp wirkt, aber Kraft und Charakter ausstrahlt. Mit diesem Erfolg egalisierten die Haie einen Jahrzehnte alten Liga-Rekord von 15 Siegen in Folge, den zuvor nur die Adler Mannheim Mitte der 2000er-Jahre gehalten hatten. 

Was man an solchen Tagen spürt: Es geht plötzlich nicht mehr „nur“ um Punkte. Es geht darum, Geschichte zu schreiben.

Sonntag: Neuer Rekord und ein Statement

Und dann kamen sie zurück nach Köln, in die Lanxess Arena, wo der Glaube der Fans auf dem Eis ein Echo findet und die Haie lieferten ab. 5:2 gegen die Nürnberg Ice Tigers. Ein Ergebnis, das die nackten Zahlen übersteigt. Denn mit diesem Sieg gingen sie zum 16. Mal in Folge als Sieger vom Eis Liga-Rekord. Niemand, wirklich niemand in der über 30-jährigen DEL-Geschichte hat das zuvor geschafft. 

Die Statistik sagt auch: 101 Punkte nach 43 Spielen. Auch das ist ein Bestwert zu diesem Zeitpunkt einer DEL-Saison. 

Was diese Serie so besonders macht

Das hier ist kein Glück. Kein Zufall. Kein einfacher Lauf durch ein glückliches Spielplanfenster.

Es ist eine Haie-Mannschaft, die gelernt hat, mit Druck umzugehen, die in engen Momenten nervenstark bleibt und die auch dann noch treffsicher ist, wenn Gegner zweimal ausgleichen können wie am Sonntag. Diese Truppe hat sich eingenistet in den Köpfen der Konkurrenz. Jeder will ihnen das versauen, und genau das macht es so süß. 

Ein bisschen Demut gehört dazu

Trotz allem bleibt eine Stimme prominent: Kapitän Moritz Müller mahnt Bescheidenheit. „Das ist nur eine Momentaufnahme“, sagte er nach dem Sonntagsspiel und meinte damit: Der Rekord ist da, aber der Blick gehört schon wieder dem nächsten Gegner. 

Solche Worte, geerdet, ehrlich, ein bisschen nüchtern sie passen zu diesem Team, das an seinem besten Tag nicht nur Eishockey spielt, sondern eine Identität entwickelt hat.

Fazit und der Blick nach vorn

Was wir am Wochenende gesehen haben, ist nicht nur eine Serie.

Es ist ein Statement: Köln gehört wieder nach oben.

Nicht nur in der Tabelle, sondern in den Köpfen der Fans und der Liga. Und während andere Mannschaften hoffen, aufzuholen, denkt Köln längst weiter von Sieg zu Sieg, ohne sich in der Historie zu verlieren.

In einer Saison, in der vieles möglich scheint, hat sich eines bestätigt:

Die Haie sind mehr als nur ein Team sie sind ein Phänomen.