
Donnerstagabend, SAP Arena, 2:1 und plötzlich war dieser berüchtigte Wochentag für die Adler Mannheim kein schwarzer Fleck mehr. In einem taktisch geprägten, phasenweise zähen, aber bis zum Schluss intensiven Duell setzten sich die Mannheimer gegen die Grizzlys Wolfsburg durch und holten den einzigen Donnerstagssieg ihrer Hauptrunde.
Defensivschach im ersten Drittel Ehl mit dem Nadelstich
Beide Teams starteten mit einem klaren Fokus auf defensive Stabilität. Chancen waren Mangelware, Checks und Struktur dagegen allgegenwärt. Wolfsburg hatte durch Spencer Machacek früh eine gute Möglichkeit, während Mannheim sich erst gegen Ende des Drittels gefährlicher zeigte.
Dustin Strahlmeier, der sein 450. DEL-Spiel absolvierte, glänzte zunächst mit einer starken Parade gegen Marc Michaelis. Kurz darauf war der Wolfsburger Schlussmann jedoch machtlos: Nach einem Konter verwertete Alex Ehl eiskalt zur 1:0-Führung. Ein typischer „Momentum-Shift kurz vor der Pause“, der Mannheim in die Karten spielte.
Mannheim übernimmt die Kontrolle Michaelis legt nach
Im zweiten Drittel erhöhten die Adler den Druck und setzten Wolfsburg phasenweise im eigenen Drittel fest. Zach Solow, Kris Bennett und Nick Mattinen hatten ihre Chancen, doch Strahlmeier hielt sein Team im Spiel.
Wolfsburg verteidigte weiterhin diszipliniert, lauerte auf Konter und wurde dennoch kurz vor der zweiten Pause kalt erwischt. Kapitän Marc Michaelis drückte die Scheibe zum 2:0 über die Linie ein Treffer, der das Spielgefühl klar in Richtung Mannheim verschob.
Schinko macht es spannend aber die Adler bringen es über die Zeit
Der Schlussabschnitt begann mit einer Großchance für Justin Schütz, doch Strahlmeier blieb erneut Sieger. Wolfsburg gab sich nicht auf und wurde belohnt: Luis Schinko verwertete einen Abpraller aus spitzem Winkel mit der Rückhand zum 2:1 und plötzlich war wieder Feuer in der Arena.
Die Grizzlys drückten, hatten durch Julian Melchiori und Keaton Thompson weitere Chancen und nahmen in der Schlussphase den Torhüter vom Eis. Doch Mannheim verteidigte clever, blockte Schüsse und spielte die knappe Führung souverän herunter.
Fazit: Arbeitssieg mit Playoff-Charakter
Es war kein Offensivfeuerwerk, sondern ein strukturiertes, taktisch geprägtes Spiel eines, das man im März in den Playoffs erwarten würde. Mannheim nutzte seine wenigen Chancen effizienter, während Wolfsburg trotz guter Defensivarbeit offensiv zu selten zwingend wurde.
Für die Adler war es ein wichtiger Sieg in einer Phase, in der Details entscheiden. Für die Grizzlys bleibt die Erkenntnis, dass sie auswärts auf Augenhöhe agieren können aber gegen Topteams eben diese eine Unachtsamkeit zu viel ist.



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