Schweden ist Junioren Weltmeister, Gold nach 14 Jahren Warten

14 Jahre. So lange musste Schweden auf diesen Moment warten. In den frühen Morgenstunden am Dreikönigstag beendeten die Juniorkronen ihre Durststrecke und krönten sich mit einem 4:2-Finalsieg gegen Tschechien zum Junioren-Weltmeister 2026.

Das Spiel hatte Drama, Emotionen und am Ende einen verdienten Sieger.

Schweden war über weite Strecken die bessere Mannschaft, kontrollierte Tempo und Struktur und ließ sich auch von einer späten tschechischen Aufholjagd nicht aus der Ruhe bringen. Zwei Tore in den Schlussminuten sorgten zwar noch einmal für Spannung, doch näher als bis auf 3:2 kam Tschechien nicht heran. Acht Sekunden vor Schluss machte Ivar Stenberg mit einem Empty-Net-Treffer alles klar.

Die Erlösung war greifbar.

„Als der Schlusspfiff kam, war es einfach nur pure Freude. Dieses Gefühl werde ich mein Leben lang mitnehmen“, sagte der erst 17-jährige Viggo Björck, der jüngste Spieler im schwedischen Kader und gleichzeitig einer der auffälligsten des Turniers.

Björck spielte ein bemerkenswertes WM Turnier, trotz seines Alters zwei Jahre unter den Ältesten im Team. Besonders emotional: der Titelgewinn gemeinsam mit seinem Bruder Wilson. „Nach dem Spiel meinen Bruder zu umarmen dass wir das zusammen erleben durften, bedeutet mir unglaublich viel.“

Auf dem Eis führte Kapitän Jack Berglund eine eingeschworene Mannschaft an. „Ich bin unfassbar stolz auf diese Jungs. Kapitän dieses Teams zu sein, ist etwas ganz Besonderes“, sagte er nach dem Spiel. Und genau dieses Teamgefühl war es, das Schweden durch das Turnier getragen hat.

Spielerisch legte Schweden früh den Grundstein. Das 1:0 fiel im ersten Drittel ausgerechnet in Unterzahl Casper Juustovaara Karlsson nutzte einen tschechischen Fehler eiskalt aus. Im zweiten Abschnitt erhöhte Victor Eklund im Powerplay auf 2:0, mustergültig vorbereitet von Ivar Stenberg.

Spätestens mit dem 3:0 zu Beginn des dritten Drittels erzielt von Sascha Boumedienne, erneut nach Vorarbeit von Stenberg hatte Schweden das Spiel im Griff. Stenberg war der Unterschiedsspieler dieses Finals: zwei Assists, das entscheidende Tor und überall dort, wo es gefährlich wurde.

Tschechien versuchte noch einmal alles, nahm früh den Torhüter vom Eis und kam tatsächlich auf 3:2 heran. Doch Schweden blieb stabil, verteidigte clever und machte den Sack zu.

Für Schweden ist es erst das dritte JWM Gold der Geschichte nach 1981 und 2012. Vier verlorene Finals seit dem letzten Titel hatten Spuren hinterlassen. Umso größer war nun die Erleichterung.

Oder, wie Viggo Björck es zusammenfasste:

„Wir lieben uns in diesem Team. Wir sind wie eine große Familie. Und jetzt sind wir Weltmeister.“

Gold für Schweden. Endlich wieder


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