
Ein Wochenende voller Gegensätze für die Fischtown Pinguins: Nach einer bitteren 2:5 Heimniederlage gegen die Straubing Tigers am Freitag meldeten sich die Bremerhavener am Sonntag eindrucksvoll zurück und besiegten den amtierenden Meister Eisbären Berlin vor ausverkauftem Haus klar mit 5:1.
Freitag: Fehlstart gegen abgezockte Tigers
Vor 4.427 Zuschauern in der Eisarena liefen die Pinguins von Beginn an einem Rückstand hinterher. Straubing startete druckvoll, und schon in der 13. Minute brachte Nationalspieler Loibl die Gäste nach einem Fehler von Torhüter Kristers Gudlevskis in Führung. Kurz darauf erhöhte Scott im Powerplay auf 0:2, ehe Brunnhuber mit seinem Treffer zum 0:3 die Weichen stellte.
Erst spät erwachten die Pinguins: Bennet Roßmy sorgte kurz vor der zweiten Pause für Hoffnung, und gleich zu Beginn des Schlussdrittels verwandelte Ziga Jeglic einen Penalty zum 2:3 Anschluss. In der Folge drängte Bremerhaven auf den Ausgleich, ließ aber zahlreiche Möglichkeiten aus. Zwei späte Empty-Net-Treffer durch Leonhardt und Halloran besiegelten schließlich die deutliche 2:5 Niederlage, die dem Spielverlauf nicht ganz entsprach.
Sonntag: Statement-Sieg gegen den Meister
Zwei Tage später präsentierten sich die Pinguins wie ausgewechselt. Trainer Alex Sulzer veränderte seine Reihen leicht – und der Schachzug zahlte sich aus. Früh setzte das Team die Berliner Defensive unter Druck, und Alex Friesen nutzte einen Abpraller zum 1:0. Kurz darauf erhöhte Christian Wejse im Powerplay auf 2:0.
Der zweite Abschnitt brachte die Vorentscheidung: Phillip Bruggisser traf bei doppelter Überzahl per Onetimer zum 3:0, während Berlin kaum ein Mittel gegen die kompakte Defensive der Hausherren fand. Im Schlussdrittel machte Friesen mit seinem zweiten Treffer alles klar, und Nico Krämmer legte nach sehenswerter Kombination das 5:0 nach. Der Ehrentreffer durch Kirk in Überzahl war letztlich nur Ergebniskosmetik.
Fazit: Reaktion gezeigt
Die Bremerhavener haben mit dem klaren Sieg gegen Berlin bewiesen, dass sie nach Rückschlägen schnell zurückschlagen können. Trainer Sulzer dürfte vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit und die Variabilität im Angriffsspiel gefallen haben. Mit vier Punkten aus den vergangenen drei Partien bleibt der DEL-Start zwar durchwachsen, doch der überzeugende Auftritt gegen den Meister ist ein starkes Signal an die Konkurrenz.


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