
Die Nürnberg Ice Tigers haben ein Wochenende zum Vergessen hinter sich. Nach dem bitteren Penaltyschießen-Verlust am Freitag in Iserlohn setzte es am Sonntag vor heimischem Publikum eine 2:4-Niederlage gegen die Kölner Haie. Aus zwei engen Spielen sprang somit lediglich ein Punkt heraus zu wenig für die Ansprüche der Franken.
Drama am Seilersee
Das Debüt von Neuzugang Luis Üffing war noch das erfreulichste Highlight am Freitagabend. In Iserlohn starteten die Ice Tigers kontrolliert, überließen den Roosters zunächst die Initiative und gingen nach zehn Minuten durch Thomas Heigl in Führung. Doch nur 49 Sekunden später schlug Ex-Nürnberger Daniel Fischbuch zurück.
Ein starkes Powerplay brachte die Ice Tigers anschließend wieder in Front: Tyler Spezia vollendete nach sehenswertem Zuspiel von Will Graber zum 2:1. Kurz darauf erhöhte Cole Maier mit einem satten Abschluss unter die Latte sogar auf 3:1. Im zweiten Drittel dominierte die Defensivarbeit beider Seiten, ehe Graber im Schlussabschnitt auf 4:1 stellte. Doch anstatt Ruhe ins Spiel zu bringen, ließen die Nürnberger die Roosters zurück ins Match. Christian Thomas verkürzte mit einem Doppelschlag im Powerplay, Tyler Boland glich nach einem Fehler an der blauen Linie zum 4:4 aus.
Zwar erzielte Evan Barratt in der 56. Minute die erneute Führung für die Ice Tigers, doch ein unglücklich abgefälschter Schuss von Fischbuch zwang Nürnberg in die Overtime. Dort vergab das Team zahlreiche Chancen, im Penaltyschießen avancierte Fischbuch schließlich zum Matchwinner für Iserlohn.
Ernüchterung gegen Köln
Mit Wut im Bauch wollte Nürnberg am Sonntag eine Reaktion zeigen, doch auch gegen Köln sollte es nicht reichen. Nach dem frühen Rückstand durch Dominik Bokk glich Will Graber zwar postwendend aus, ehe Samuel Dove-McFalls die Ice Tigers sogar in Führung brachte. Doch wie schon in Iserlohn reichte es nicht, den Vorsprung ins Ziel zu bringen.
Ein Doppelschlag der Haie in Überzahl brachte die Gäste zurück ins Spiel. Zunächst traf Gregor MacLeod in doppelter Überzahl, später Juhani Tyrväinen mit einem verdeckten Handgelenkschuss von der blauen Linie. Als erneut ein Schuss von Oliwer Kaski zum 2:4 im Netz zappelte, war die Partie endgültig entschieden.
Fazit
Die Ice Tigers zahlten an diesem Wochenende Lehrgeld: Starke Phasen und teilweise sehenswerte Treffer wurden durch unnötige Fehler und inkonsequente Defensivarbeit zunichtegemacht. Statt sechs möglicher Punkte steht am Ende nur ein Zähler auf der Habenseite ein klarer Rückschlag im Kampf um den Anschluss an die obere Tabellenhälfte


Hinterlasse einen Kommentar