Die NHL-Saison 2024/25 war geprägt von starken individuellen Leistungen, doch einige Namen stechen besonders hervor. Während die Edmonton Oilers mit Connor McDavid und Leon Draisaitl auf pure Offensive setzen, stehen bei den Florida Panthers mit Aleksander Barkov und Sam Bennett Struktur, Tiefe und Defensivstärke im Vordergrund. Auch in der Defensive zeigen sich mit Darnell Nurse und Nate Schmidt unterschiedliche Rollenprofile. Der direkte Vergleich offenbart nicht nur unterschiedliche Spielertypen, sondern auch zwei grundverschiedene Ansätze, wie man im modernen Eishockey erfolgreich sein kann.
McDavid und Draisaitl: Das Herz der Oilers-Offensive
Connor McDavid, der Kapitän der Edmonton Oilers, bewies auch in dieser Saison eindrucksvoll, warum er als der beste Spielmacher der Liga gilt. In nur 67 Spielen erzielte er 100 Punkte, darunter beeindruckende 74 Assists. Mit 1,49 Punkten pro Spiel liegt er ligaweit an der Spitze – gleichauf mit seinem Teamkollegen Leon Draisaitl.
Draisaitl hingegen glänzte vor allem als Torschütze. Mit 52 Toren führte er die gesamte NHL an und knackte die 100-Punkte-Marke mit insgesamt 106 Zählern. Sein Plus/Minus-Wert von +32 unterstreicht seine Effizienz auf dem Eis. Gemeinsam bilden McDavid und Draisaitl das wohl gefährlichste Duo der Liga – eine Kombination aus Spielintelligenz, Tempo und Abschlussstärke.
Barkov und Bennett: Zwei-Wege-Spieler mit Playoff-Fokus
Auf der anderen Seite stehen die Florida Panthers, deren Spiel stärker von Balance und defensiver Verantwortung geprägt ist. Allen voran Aleksander Barkov – ein Spieler, der die seltene Fähigkeit besitzt, Offensivkraft mit Defensivverantwortung zu verbinden. Mit 71 Punkten und einer Faceoff-Quote von über 56 % sicherte sich Barkov zum zweiten Mal in Folge die Selke Trophy als bester defensiver Stürmer der Liga.
Sam Bennett dagegen zeigte sich in der Regular Season mit 51 Punkten eher unauffällig. Doch in den Playoffs drehte er auf: Mit 14 Toren in 20 Spielen war er der gefährlichste Angreifer der Panthers – ein typischer „Clutch Player“, der in entscheidenden Momenten zur Hochform aufläuft.
Nurse und Schmidt: Unterschiedliche Rollen in der Defensive
Auch in der Verteidigung zeigen sich klare Unterschiede zwischen den Teams. Darnell Nurse von den Oilers überzeugt mit körperlicher Präsenz, solider Defensivarbeit und punktet zudem mit 33 Scorerpunkten in 76 Spielen. In den Playoffs unterstreicht er seine Bedeutung mit über 70 Hits und Blocks, auch wenn sein aggressiver Stil ihm zwischenzeitlich eine Sperre einbrachte.
Nate Schmidt von den Panthers spielt eine ruhigere Rolle. Mit 80 Einsätzen ist er einer der konstantesten Verteidiger der Saison, kommt aber nur auf 19 Punkte. Dennoch erfüllt er seine Aufgabe mit Stabilität und einer positiven Plus/Minus-Bilanz von +4 – ein solider Rückhalt ohne viel Aufsehen.
Fazit: Verschiedene Philosophien, gleicher Erfolgshunger
Der direkte Vergleich der Topspieler von Edmonton und Florida zeigt: Erfolg kann viele Gesichter haben. Während McDavid und Draisaitl mit ihrer geballten Offensivkraft Spiele dominieren, setzen Barkov und Co. auf Struktur, Disziplin und taktische Tiefe. Beide Konzepte funktionieren – und beide könnten der Schlüssel zum Stanley Cup sein.
Egal ob spektakuläre Einzelaktionen oder harte Arbeit in der Neutral Zone: Die Saison 2024/25 beweist, dass es im modernen Eishockey mehr denn je auf die Balance zwischen individueller Klasse und mannschaftlicher Geschlossenheit ankommt.


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