Finale der Giganten: Eisbären Berlin und Kölner Haie kämpfen um die Deutsche Eishockeykrone

Die Bühne ist bereitet für ein packendes Eishockey-Finale in der PENNY DEL: Heute, den 17. April, beginnt die Finalserie zwischen den Eisbären Berlin und den Kölner Haien. Zwei Traditionsvereine, eine lange Rivalität und nur ein Ziel – die Deutsche Meisterschaft. Die Finalserie wird im Best-of-Seven-Modus ausgetragen. Die Eisbären genießen als Hauptrundenzweiter Heimrecht und empfangen die Haie zum Auftakt um 19:30 Uhr in der Uber Arena.

Zwei Wege, ein Ziel

Beide Teams haben sich auf unterschiedliche Weise ihren Weg ins Finale erkämpft. Die Eisbären starteten stark in die Saison und festigten ihren Status als Titelfavorit mit einem zweiten Platz in der Hauptrunde – nur knapp hinter dem ERC Ingolstadt. In den Playoffs ließ das Team von Trainer Serge Aubin keine Zweifel an seinen Ambitionen: Ein klares 4:1 gegen Straubing im Viertelfinale und ein glattes 4:0 im Halbfinale gegen die Adler Mannheim ebneten den Weg in ihr 14. DEL-Finale.

Ganz anders der Weg der Kölner Haie. Als Sechster der Hauptrunde gingen sie als Außenseiter in die Playoffs – und überraschten. Erst besiegten sie die favorisierten Fischtown Pinguins mit 4:2, anschließend warfen sie auch Hauptrundensieger Ingolstadt mit demselben Ergebnis aus dem Wettbewerb. Der emotionale Höhepunkt: Justin Schütz‘ Siegtreffer in der Overtime von Spiel sechs gegen Ingolstadt, der die Lanxess Arena zum Beben brachte.

Erfahrung trifft auf Überraschungsteam

Mit zehn Meistertiteln sind die Eisbären Berlin nicht nur der Rekordmeister der Liga, sondern auch ein Garant für konstante Playoff-Leistungen. Trainer Serge Aubin, seit 2019 an der Berliner Bande, hat bislang jede seiner DEL-Playoff-Serien gewonnen – ein beeindruckender Lauf. In der Offensive sorgen Ty Ronning, DEL-Topscorer der Hauptrunde, und Nationalspieler Leo Pföderl für Torgefahr. Auch in der Tiefe ist Berlin stark besetzt, sowohl im Sturm als auch in der Verteidigung.

Köln dagegen setzt auf eine Mannschaft mit Herz, Einsatz und taktischer Disziplin. Besonders in den Playoffs zeigt sich das Team extrem kompakt in der Defensive und eiskalt im Umschaltspiel. Alex Grenier führt die teaminterne Scorerliste der Haie in der Postseason an und ist aktuell ligaweit der torgefährlichste Spieler der Playoffs. Cheftrainer Kari Jalonen kann sich zudem auf eine kämpferisch starke Truppe verlassen, die in den entscheidenden Momenten bisher stets abgeliefert hat.

Tradition, Emotion und Statistik

Historisch ist es das fünfte Playoff-Duell zwischen den beiden Teams – zweimal triumphierten die Eisbären im finale, und im Viertelfinale gewannen die Hauptstädter zwei von drei Serien. Im Finale standen sich beide zuletzt 2013 gegenüber, damals setzten sich die Berliner klar mit 4:0 durch. In der DEL-Gesamtbilanz liegt Berlin mit 85 Siegen aus 147 Partien ebenfalls vorn. Auch die Heimstärke der Eisbären – besonders in der imposanten Uber Arena – könnte in dieser Serie ein entscheidender Faktor werden.

Dennoch: Die Finalserie beginnt bei null. Beide Teams haben ihre eigenen Stärken, ihre eigenen Geschichten – und beide wollen das große Ziel erreichen. Für Köln ist es die erste Finalteilnahme seit 2014, für Berlin die Chance, den elften Meistertitel und damit einen weiteren Meilenstein in der Clubgeschichte zu feiern.

Die Termine im Überblick:

Spiel 1: 17. April – Eisbären Berlin vs. Kölner Haie (19:30 Uhr)

Spiel 2: 19. April – Kölner Haie vs. Eisbären Berlin (19:00 Uhr)

Spiel 3: 21. April – Eisbären Berlin vs. Kölner Haie (16:30 Uhr)

Spiel 4: 23. April – Kölner Haie vs. Eisbären Berlin (19:30 Uhr)

Spiel 5–7: 25., 27. und 29. April (falls nötig)

Ob Favorit oder Underdog – im DEL-Finale zählen nur Wille, Nervenstärke und Teamgeist. Die Fans dürfen sich auf eine intensive Serie freuen, die nicht nur sportlich, sondern auch emotional ein echtes Highlight verspricht.