Dramatischer 5:3-Sieg: Ingolstadt sichert sich Matchpuck gegen Nürnberg

Im fünften Spiel der Playoff-Viertelfinalserie zwischen dem ERC Ingolstadt und den Nürnberg Ice Tigers setzten sich die Panther mit 5:3 durch und haben nun die Chance, im nächsten Spiel den Halbfinaleinzug perfekt zu machen. In einer intensiven Partie mit mehreren Führungswechseln entschied Ingolstadt das Spiel im Schlussdrittel für sich.

Ausgeglichenes erstes Drittel ohne Treffer

Beide Teams starteten konzentriert in die Partie, wobei Ingolstadt die aktivere Mannschaft war. Die Panther erspielten sich mehr Spielanteile und setzten die Nürnberger Defensive früh unter Druck. Besonders in Überzahl hatten sie gute Chancen, doch Ice-Tigers-Torhüter Leon Hungerecker war mehrfach zur Stelle. Auf der anderen Seite zeigte auch Ingolstadts Schlussmann Christian Heljanko eine sichere Leistung und parierte unter anderem Schüsse von Samuel Dove-McFalls und Hayden Shaw. Die beste Gelegenheit für die Ice Tigers hatte Will Graber kurz vor der Drittelpause, als er knapp am Tor vorbeizielte. Da beide Teams defensiv gut standen und die Torhüter stark hielten, blieb das erste Drittel torlos.

Spektakuläres Mitteldrittel mit vier Toren in sieben Minuten

Das zweite Drittel begann mit einem echten Knall: Bereits nach 21 Sekunden setzte sich Hayden Shaw durch und brachte Nürnberg mit 1:0 in Führung. Die Ice Tigers blieben zunächst am Drücker und verpassten es, ihre Führung weiter auszubauen. Doch Ingolstadt zeigte eine schnelle Reaktion. Nur knapp eine Minute später glich Johannes Krauß mit einem platzierten Schuss ins lange Eck aus. Der Schlagabtausch ging weiter: In der 25. Minute brachte Cole Maier Nürnberg erneut in Front, als er einen Direktschuss von Constantin Braun unhaltbar abfälschte. Doch auch dieser Vorsprung hielt nicht lange – nur drei Minuten später traf Wojciech Stachowiak mit einem kuriosen Tor. Er schoss den Puck von hinter dem Tor aus an Hungereckers Rücken, von wo aus die Scheibe ins Netz sprang.

Nach dieser turbulenten Phase beruhigte sich das Spiel wieder etwas. In der 29. Minute wurde Eugen Alanov wegen eines umstrittenen Kniechecks mit einer Spieldauerstrafe vom Eis gestellt, sodass Nürnberg für fünf Minuten in Unterzahl spielen musste. Doch die Ice Tigers verteidigten geschickt und ließen Ingolstadt kaum gefährliche Abschlüsse zu. Trotzdem schafften es die Panther kurz vor der zweiten Pause, erstmals in Führung zu gehen. Leon Hüttl nutzte in der 40. Minute eine verdeckte Schussposition und überwand Hungerecker mit einem Handgelenkschuss zum 3:2.

Spannung im Schlussdrittel – Ingolstadt macht den Sieg perfekt

Mit der knappen Führung im Rücken begann Ingolstadt das Schlussdrittel kontrolliert. Die Panther hielten die Scheibe geschickt in den eigenen Reihen und ließen Nürnberg kaum in gefährliche Offensivsituationen kommen. Als Mat Bodie in der 46. Minute auf die Strafbank musste, kamen die Ice Tigers zwar zu einer guten Gelegenheit durch Will Graber, doch Heljanko verhinderte den Ausgleich mit einer starken Fanghand-Parade.

In der 53. Minute dann die vermeintliche Vorentscheidung: Erneut war es Leon Hüttl, der von der blauen Linie abzog und den Puck sehenswert unter die Latte zum 4:2 setzte. Doch Nürnberg gab sich nicht geschlagen und nutzte eine Überzahlsituation in der 54. Minute zum Anschlusstreffer. Ryan Stoa setzte sich im Slot durch, sein Schuss wurde von Heljanko abgewehrt, doch Constantin Braun verwandelte den Nachschuss zum 3:4.

Nun drängten die Ice Tigers mit aller Macht auf den Ausgleich und erhielten durch eine Vier-Minuten-Strafe gegen Kenny Agostino eine große Chance. Doch anstatt in Überzahl den Ausgleich zu erzielen, kassierte Nürnberg das entscheidende Gegentor: Bei Vier-gegen-Vier setzte sich Wayne Simpson durch und traf in der 57. Minute zum 5:3-Endstand für Ingolstadt.

Fazit

Der ERC Ingolstadt zeigte eine starke Teamleistung und sicherte sich mit dem dritten Sieg in der Serie den ersten Matchpuck. Die Panther bewiesen Nervenstärke, reagierten auf jede Führung der Ice Tigers und nutzten ihre Chancen im entscheidenden Moment. Nürnberg hingegen kämpfte leidenschaftlich, ließ aber in entscheidenden Phasen die Kaltschnäuzigkeit vermissen. Im nächsten Spiel in Nürnberg geht es für die Ice Tigers nun ums Überleben in der Serie.


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