Die Eisbären Berlin haben in dieser Saison wieder einmal ihre Klasse bewiesen. Dreimal trafen sie auf die Adler Mannheim – dreimal gingen sie als Sieger vom Eis. Doch wie hat sich das Team seit dem letzten Duell am 9. Januar entwickelt? Ein Blick auf die aktuelle Form, die Mannschaftsstärken und die Schwachstellen.

Formstärke: Konstanz auf Top-Niveau
Die Berliner spielen eine herausragende Hauptrunde und stehen vor dem letzten Spieltag sicher auf Platz zwei. Damit ist nicht nur das Heimrecht in den Playoffs gesichert, sondern auch die Qualifikation für die Champions Hockey League. In den letzten fünf Partien kassierte das Team von Serge Aubin nur eine Niederlage – ein knappes 1:3 gegen Ingolstadt. Mit insgesamt 105 Punkten unterstreichen die Eisbären ihre Dominanz in der Liga.
Torhüter: Kein Top-10-Goalie, aber ein solides Duo
Zwar taucht keiner der Berliner Torhüter in den Top Ten der Liga-Statistiken auf, doch mit Jake Hildebrand und Jonas Stettmer verfügt das Team über ein zuverlässiges Gespann.
• Jake Hildebrand: 35 Einsätze, 23 Siege, 89 % Fangquote, 2,88 Gegentore/Spiel
• Jonas Stettmer: 16 Einsätze, 90,94 % Fangquote, 2,35 Gegentore/Spiel
Während Hildebrand die meisten Spiele bestritt, überzeugt Stettmer mit etwas besseren Statistiken.
Verteidigung: Starke Einzelspieler, aber nicht immer sattelfest
Trotz der starken Saisonleistung bleibt die Defensive der Eisbären ein kleines Fragezeichen. 146 Gegentore in 51 Spielen sind eine Zahl, die die Verantwortlichen nicht zufriedenstellen dürfte. Dennoch gibt es Leistungsträger, die offensiv Akzente setzen:
• Kai Wissmann: 7 Tore, 36 Vorlagen → Drittbester Verteidiger der Liga
• Jonas Müller: 4 Tore, 23 Vorlagen, kein einziges Spiel verpasst
• Olivier Galipeau & Markus Niemeläinen: Beide mit eher schwacher Punktausbeute
Die Berliner Abwehr bringt sich zwar offensiv ein, lässt defensiv aber noch Luft nach oben.

Sturm: Die beste Offensive der Liga
Mit 198 Toren sind die Eisbären das offensivstärkste Team der Liga – und die Scorerliste spricht für sich:
• Ty Ronning: 37 Tore, 34 Assists – bester Scorer der Liga
• Leo Pföderl: 25 Tore, 44 Assists – direkt dahinter auf Platz zwei
• Liam Kirk (20 Tore) & Gabriel Fontaine (19 Tore) ebenfalls stark
• Weitere Schlüsselspieler: Frederik Tiffels, Zach Boychuk, Marcel Noebels (jeweils über 10 Tore)
Die Berliner Offensive ist brandgefährlich und extrem ausgeglichen – ein Schlüssel zum Erfolg in den Playoffs.
Special Teams: Top im Powerplay, schwach in Unterzahl
• Powerplay: 28,05 % – Bestes Überzahlspiel der Liga (46 Tore in 164 Situationen)
• Penalty Killing: 78,4 % – Nur Platz 11 der Liga
Während die Berliner in Überzahl brandgefährlich sind, gibt es in Unterzahl noch Verbesserungspotenzial.
Letztes Hauptrundenspiel: Klassiker gegen Mannheim
Am Freitag (7. März, 19:30 Uhr) treffen die Eisbären auf die Adler Mannheim – ein Klassiker der PENNY DEL. Während Berlin entspannt in die Partie gehen kann, geht es für die Adler noch um das Heimrecht im Viertelfinale gegen Red Bull München.
Die bisherigen drei Duelle der Saison gingen allesamt an die Eisbären:
• 4:3 nach Verlängerung (Berlin)
• 5:2 (Berlin)
• 9:3 (Mannheim) – Höchste Heimniederlage der Adler in dieser Saison
Für die Eisbären ist das Spiel der perfekte Test vor den Playoffs. Coach Serge Aubin betont: „Es ist die letzte Chance, unser Spiel zu verfeinern.“
Stürmer Manuel Wiederer ergänzt: „Mannheim ist immer ein harter Gegner, aber unser Fokus liegt auf uns selbst. Wir müssen defensiv stabil stehen und jeder muss seine Bestleistung abrufen.“
Historische Bilanz: Eisbären mit Schwierigkeiten in Mannheim
In der DEL trafen Berlin und Mannheim bereits 162 Mal aufeinander:
• 83 Siege für Berlin
• 77 Siege für Mannheim
• 2 Unentschieden
Auswärts haben die Eisbären jedoch eine negative Bilanz: Nur 31 Siege in 79 Spielen in Mannheim.
Fazit: Ein Titelfavorit mit kleinen Schwächen
Die Eisbären Berlin gehen als einer der Top-Favoriten in die Playoffs. Die Offensive ist bärenstark, das Powerplay überragend. Schwächen zeigen sich vor allem in der Defensive und im Penalty Killing. Das Duell gegen Mannheim wird eine echte Standortbestimmung vor der heißen Saisonphase.


Hinterlasse einen Kommentar