
Der 4. Januar 2025 – ein Datum, das den Fans der Löwen Frankfurt noch lange in Erinnerung bleiben wird. Beim DEL Winter Game fegten die Löwen die Adler Mannheim mit 5:1 aus dem Deutsche Bank Park. Doch das war nicht der einzige Erfolg der Frankfurter gegen Mannheim in dieser Saison. Bislang konnten sie alle Duelle gegen die Adler für sich entscheiden.
Am kommenden Dienstag steht nun das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams in dieser Spielzeit an. Nach dem jüngsten Sieg gegen Hauptrundenmeister Ingolstadt und dem Sprung auf einen Playoff-Platz wollen die Löwen nachlegen. Ein weiterer Sieg gegen Mannheim würde den perfekten Saison-Sweep bedeuten – ein Traum für die Frankfurter Anhänger.
Allerdings wird dieses Unterfangen alles andere als einfach. Die Adler belegen aktuell Rang fünf und wollen sich in den verbleibenden beiden Hauptrundenspielen noch das Heimrecht für die Playoffs sichern. Besonders im Fokus stehen dabei Mannheims Topspieler Luke Esposito mit 16 Toren und Leon Gawanke mit 36 Punkten. Auch die Special Teams versprechen ein spannendes Duell: Die Adler stellen das viertbeste Powerplay der Liga, während Frankfurt mit dem drittbesten Penalty Killing dagegenhält. Letztendlich könnten, wie so oft in engen Spielen, Kleinigkeiten über den Ausgang entscheiden.
Performance-Check: Löwen Frankfurt
Form:
Schaffen es die Löwen in die erste Playoff-Runde, oder endet die Saison nach dem letzten Hauptrundenspiel am 7. März? Diese Frage bleibt bis zum Schluss spannend. Mit dem 3:2-Heimsieg gegen Tabellenführer Ingolstadt hat sich das Team von Tom Rowe auf Platz zehn geschoben und die Grizzlys Wolfsburg überholt. Allerdings beträgt der Vorsprung auf Wolfsburg nur einen Punkt, sodass die Löwen in den verbleibenden zwei Partien weiterhin unter Druck stehen. Blickt man auf die jüngsten Ergebnisse, ist die Formkurve durchwachsen: Während der Sieg gegen Ingolstadt ein Ausrufezeichen war, gingen die vier vorherigen Partien gegen Bremerhaven, Schwenningen, Düsseldorf und die Pinguins verloren.
Torhüter:
Mit den bisherigen Leistungen ihrer Torhüter waren die Löwen nicht durchweg zufrieden. Besonders Stammtorwart Jussi Olkinuora konnte nicht immer überzeugen. Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück, und mit einer Fangquote von 89,8 % sowie einem Gegentorschnitt von 3,28 war er nicht der sichere Rückhalt, den sich das Team erhofft hatte. Backup Cody Brenner hingegen zeigte stabilere Leistungen: In 22 Einsätzen brachte er es auf eine Fangquote von über 90 % und einen Gegentorschnitt von 2,56. Die Verpflichtung von Routinier Thomas Greiss spricht dafür, dass die Verantwortlichen nochmals nachbessern wollten.
Verteidigung:
Defensiv hängt bei den Löwen viel von Maksim Matushkin ab. Der Verteidiger hat in 48 Spielen bereits 13 Tore und 35 Vorlagen gesammelt und ist nicht nur Frankfurts Topscorer, sondern auch der punktbeste Verteidiger der gesamten Liga. Dahinter klafft allerdings eine große Lücke: Daniel Wirt kommt auf 14 Scorerpunkte (8 Tore, 6 Assists), Markus Lauridsen auf 14 (2 Tore, 12 Assists). Zudem weisen fast alle Frankfurter Verteidiger – mit Ausnahme von Matushkin – eine negative Plus/Minus-Bilanz auf. Mit insgesamt 167 Gegentoren haben die Löwen die schwächste Defensive aller Playoff-Anwärter.
Angriff:
Auch offensiv gibt es immer wieder Probleme. Mit 145 erzielten Toren rangiert Frankfurt nur im unteren Mittelfeld der Liga. Besonders auffällig: Gerät das Team unter Druck, fällt es oft in sich zusammen – dann läuft offensiv kaum noch etwas, während die Defensive den Gegnern viel Raum bietet. Hoffnung macht jedoch der jüngste Sieg gegen Ingolstadt, bei dem die Löwen einen 0:2-Rückstand aufholen konnten. Ob das eine Trendwende einläutet oder nur ein kurzes Aufflackern war, wird sich zeigen.
Bester Torschütze im Team ist Cameron Brace mit 22 Treffern. Julian Napravnik (21), Linus Fröberg (20) und Chris Wilkie (19) haben sich vor allem als Vorlagengeber bewiesen.
Special Teams:
Das Powerplay der Löwen ist mit einer Erfolgsquote von 21,94 % solide, aber nur im Ligamittelfeld angesiedelt. Dafür gehört das Penalty Killing mit 81,46 % zu den besten der Liga – und das ist auch dringend nötig. Denn mit 178 Unterzahlsituationen ist Frankfurt das Team mit den meisten Strafzeiten in der gesamten Liga.
Ausblick:
Das letzte Duell gegen Mannheim verspricht Hochspannung. Die Löwen haben die Chance, erstmals in ihrer DEL-Geschichte alle Saisonspiele gegen die Adler zu gewinnen. Doch Mannheim wird alles daransetzen, sich für die bisherigen Niederlagen zu revanchieren und sich das Heimrecht für die Playoffs zu sichern.
Für Frankfurt geht es um alles: Ein Sieg würde die Playoff-Chancen deutlich erhöhen, eine Niederlage könnte das Aus bedeuten. Die Fans dürfen sich also auf ein packendes Derby mit hohem Einsatz auf beiden Seiten freuen.


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