
Die Schwenninger Wild Wings stehen vor einer richtungsweisenden Partie: Heute empfangen sie die Löwen Frankfurt, aktuell Tabellenelfter der PENNY DEL. Vier Spiele vor dem Ende der Hauptrunde geht es für beide Teams um wichtige Punkte – für Schwenningen im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation, für Frankfurt im Rennen um die Pre-Playoffs.
Nach zwei enttäuschenden Auswärtsniederlagen in Straubing ist klar, dass sich die Wild Wings steigern müssen. Cheftrainer Steve Walker fand nach dem letzten Spiel deutliche Worte: „Unser Wettbewerbslevel war nicht annähernd gut genug. Es ist nicht akzeptabel, solch eine Leistung in einem so wichtigen Spiel abzuliefern. Wir müssen uns in allen Bereichen verbessern – Eriksson ausgenommen.“
Das Duell gegen die Löwen sieht er als Chance, die Niederlage abzuhaken und zurück in die Erfolgsspur zu finden. Dabei sei ein starker Start entscheidend: „Wir müssen Momentum auf unsere Seite ziehen und verhindern, dass das Spiel so verläuft wie gestern. Wir haben uns wie ein Team präsentiert, das darauf wartet, dass andere Spieler die Führung übernehmen. Jetzt brauchen wir einige, die mit gutem Beispiel vorangehen, Energie ins Spiel bringen und die kleinen Dinge tun, die am Ende den Unterschied ausmachen.“
Verteidiger Will Weber setzt auf die mannschaftliche Geschlossenheit: „Wir müssen unsere Struktur beibehalten und die Intensität aufs Eis bringen, zu der wir in der Lage sind. Dann können wir jedes Team in dieser Liga schlagen.“ Die fehlende Konstanz sei in den vergangenen Wochen ein Problem gewesen: „Wir hatten wirklich gute Spiele, aber auch schlechte Leistungen wie gestern. Der größte Faktor wird sein, dass wir wieder konstant unser Spiel durchziehen. Jedes verbleibende Duell ist ein Playoff-Spiel – und wir haben es selbst in der Hand.“
Teamnews: Wer kann auflaufen?
Wie schon vor der Partie gegen Straubing steht das finale Line-up noch nicht fest. Einige Spieler sind angeschlagen, weshalb Coach Walker erst kurzfristig über den Kader entscheiden wird. Sicher ist jedoch, dass er selbst wieder an der Bande stehen wird.
Wild Wings im Sinkflug? Schwenningen unter Zugzwang
Nach einem starken Saisonstart rutschten die Wild Wings in den letzten Wochen in der Tabelle ab. Fünf Niederlagen in Serie ließen sie von einer komfortablen Playoff-Position bis auf Rang zehn abrutschen. In der vergangenen Woche stabilisierte sich das Team mit Siegen gegen Köln und Wolfsburg, musste sich aber in Straubing erneut geschlagen geben.
Besonders im Powerplay hat Schwenningen Nachholbedarf: Mit einer Erfolgsquote von nur 17,81 % stellt man das zweitschwächste Überzahlspiel der Liga. Im Fünf-gegen-Fünf hingegen läuft es deutlich besser, was sich auch in einer positiven Corsi-Quote (51,16 %) widerspiegelt.
Topscorer des Teams ist Tyson Spink mit 42 Punkten (21 Tore, 21 Assists). Die bisherigen Saisonduelle mit Frankfurt waren hart umkämpft: In Hessen gewannen beide Teams jeweils ein Spiel – die Wild Wings in der Verlängerung, die Löwen im Shootout. Im Heimspiel in Schwenningen setzte sich das Walker-Team hingegen souverän mit 7:3 durch.
Heute geht es für die Wild Wings darum, sich eine bessere Ausgangsposition für die Playoffs zu sichern. Um das zu schaffen, braucht es eine deutliche Leistungssteigerung – und Spieler, die mit gutem Beispiel vorangehen.


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