Eisbären weiter im Süden unterwegs – Duell mit Red Bull München

Die Hauptrunde der PENNY DEL steuert auf ihr Finale zu, und alle Teams haben nur noch vier Spiele vor der Brust. Nach der 1:3-Niederlage gegen den ERC Ingolstadt bleiben die Eisbären Berlin in Süddeutschland und treffen heute auf Red Bull München. Die Partie wird live auf Magenta Sport übertragen, während das Eisbärenradio “Shutout” ebenfalls aus der bayerischen Landeshauptstadt sendet.

Formkurve & Ausgangslage

Die Eisbären stehen mit 96 Punkten auf Rang zwei der Tabelle und können den Hauptrundensieg nur noch theoretisch erreichen, da der Rückstand auf Spitzenreiter Ingolstadt bereits elf Punkte beträgt. Stattdessen geht es nun darum, Platz zwei abzusichern, denn der Vorsprung auf Mannheim und Bremerhaven beträgt neun Punkte.

Auch München hat sich bereits ein Viertelfinalticket gesichert und liegt mit 85 Punkten auf Rang fünf. Die Red Bulls kämpfen mit Mannheim und Bremerhaven um Platz drei und haben dabei nur zwei Punkte Rückstand auf die punktgleichen Teams aus dem Norden. Seit Don Jackson am 23. Januar als Cheftrainer zurückkehrte, holte München 23 Punkte aus zehn Spielen und belegt in diesem Zeitraum ligaweit Rang zwei.

Bisherige Duelle: Nur Auswärtssiege

Das anstehende Spiel ist das vierte und letzte Hauptrundenduell zwischen Berlin und München. Bisher setzte sich immer das jeweilige Auswärtsteam durch:

• 3:2-Sieg der Eisbären im SAP Garden

• 4:1- und 3:2-Erfolge Münchens in Berlin

Historisch gesehen hat München mit 46 Siegen aus 79 Duellen die Nase vorn und ist damit der einzige DEL-Klub mit einer positiven Bilanz gegen die Eisbären. Auch zu Hause sind die Red Bulls dominant: 24 von 40 Heimspielen gegen Berlin konnten sie für sich entscheiden.

Spieler im Fokus: DeSousa & Ronning

Für München befindet sich Chris DeSousa derzeit in Topform. Seit Jacksons Rückkehr hat der Kanadier 16 Punkte in zehn Spielen gesammelt und harmoniert perfekt mit Taro Hirose und Yasin Ehliz. Mit 26 Toren in 48 Spielen ist er Münchens bester Torschütze und könnte bis Saisonende noch Clubrekorde knacken.

Bei den Eisbären dominiert Ty Ronning die Torjägerliste mit 32 Treffern – kein Spieler in der Liga traf häufiger. Sein Teamkollege Leo Pföderl (66 Punkte) führt die interne Scorerwertung an. Auch Gabriel Fontaine und Liam Kirk punkten im Schnitt fast einmal pro Spiel, was die enorme Offensivstärke der Berliner unterstreicht.

Defensive Stabilität vs. Torhüter-Frage

Münchens Schlüssel zum Erfolg wird sein, die starke Berliner Offensive zu kontrollieren. Dabei setzt Red Bull vor allem auf eine strukturierte Defensive und schnelle Konter.

Bei den Eisbären ragt in der Abwehr Kai Wissmann heraus, der nicht nur defensiv stabil steht, sondern auch einer der punktbesten Verteidiger der Liga ist. Allerdings gibt es eine kleine Unsicherheit auf der Torhüterposition:

• Jake Hildebrand spielt unter seinem Vorjahresniveau (Fangquote: 88,9 %)

• Jonas Stettmer erhielt in Ingolstadt den Vorzug und kommt auf solide 90,7 % Fangquote

Stettmer stand auch im ersten Saisonduell gegen München im Tor – jenem einzigen Berliner Sieg gegen die Red Bulls.

Fazit: Wer macht den entscheidenden Fehler weniger?

München will mit einem dritten Sieg in Serie gegen die Eisbären den Hattrick perfekt machen, während Berlin auf eine Trotzreaktion nach der Niederlage in Ingolstadt hofft. Red Bull-Topscorer Chris DeSousa bringt die Marschroute auf den Punkt: „Wir müssen unser Spiel über die vollen 60 Minuten durchziehen. Im Eishockey entscheiden Fehler – und wir wollen die Mannschaft sein, die weniger davon macht.“

Mit einem Sieg könnten die Red Bulls ihre Position im Kampf um Platz drei weiter verbessern, während die Eisbären die direkte Viertelfinalqualifikation längst sicher haben – sich aber für die Playoffs weiter in Topform bringen wollen.