Zwischen Licht und Schatten: WILD WINGS mit Niederlage in Straubing und Heimsieg gegen Wolfsburg

NECKARSTÄDTER UNTERLIEGEN OFFENSIVSTARKEN UND DEFENSIVSTABILEN TIGERS – KEINE PUNKTE AUF DER AUSWÄRTSFAHRT

Nach dem souveränen Heimsieg gegen die Kölner Haie stand heute das nächste Sechs-Punkte-Spiel auf dem Programm. Die WILD WINGS trafen am Pulverturm auf die Straubing Tigers – den Playoff-Gegner aus der Vorsaison, der vor der Partie zwei Punkte mehr auf dem Konto hatte. Mit einem Sieg hätte Schwenningen an den Tigers vorbeiziehen können, doch dazu kam es nicht. Die Gastgeber präsentierten sich defensiv äußerst stabil und entschärften nahezu alle Angriffe der Neckarstädter. Zudem zeigten sie sich vor dem Tor als effizientere Mannschaft.

SPIELVERLAUF

Von Beginn an war das Spiel von hohem Tempo und intensiven Zweikämpfen geprägt. Beide Teams standen defensiv kompakt, wodurch sich Torchancen zunächst auf Distanzschüsse beschränkten. Während die Schussbahnen auf beiden Seiten gut zugestellt wurden, übernahm Straubing mit zunehmender Spieldauer mehr die Initiative. Die Tigers präsentierten sich aktiver, kreativer und konnten mehr Druckphasen verbuchen. Folgerichtig erzielten sie kurz nach Beginn des zweiten Drittels die verdiente Führung.

Schwenningen hingegen tat sich weiterhin schwer, gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Erst nach dem zweiten Powerbreak wurden die WILD WINGS offensiv etwas mutiger und zeigten mehr Ideen. Dennoch blieb Straubing das konstantere Team, das nicht nur mehr Spielanteile hatte, sondern auch das Momentum weitgehend auf seiner Seite hielt. Dies zeigte sich eindrucksvoll zu Beginn des Schlussdrittels, als die Tigers direkt nach Wiederanpfiff auf 2:0 erhöhten. Während die Gastgeber defensiv äußerst diszipliniert agierten und zahlreiche Großchancen herausspielten, schlichen sich bei den WILD WINGS zu viele Fehler im Spielaufbau ein. Letztlich konnte das Team von Steve Walker den Rückstand nicht mehr aufholen.

WILD WINGS ZIEHEN AN DEN GRIZZLYS VORBEI

NECKARSTÄDTER ERKÄMPFEN SICH DEN EXTRA-PUNKT IM PENALTYSCHIESSEN

Nach zwei völlig unterschiedlichen Spielen in dieser Woche einem souveränen Sieg gegen Köln und einer enttäuschenden Niederlage in Straubing stand die Frage im Raum: Welche Leistung würden die WILD WINGS heute gegen Wolfsburg zeigen? Am Ende war es eine Mischung aus beiden mit dem besseren Ende für die Hausherren.

SPIELVERLAUF

Die Partie begann verhalten, beide Teams tasteten sich zunächst ab, wodurch hochkarätige Chancen ausblieben. Mit zunehmender Spieldauer erarbeitete sich Schwenningen mehr Abschlüsse, ließ jedoch die nötige Durchschlagskraft vermissen. Wolfsburg zeigte sich defensiv stabil, bissig in den Zweikämpfen und erschwerte den Neckarstädtern das Durchkommen. Insgesamt wirkten beide Mannschaften darauf bedacht, Fehler zu vermeiden.

Das zweite Drittel knüpfte an den ersten Abschnitt an, wobei die Qualität der Chancen auf beiden Seiten zunahm. Die Special Teams spielten bis dato keine Rolle, und im weiteren Verlauf flachte die Partie wieder etwas ab. Erst in der 34. Minute gingen die Grizzlys mit einem effizienten Abschluss in Führung. Doch Schwenningen antwortete kurz vor der zweiten Drittelpause und glich elf Sekunden vor der Sirene aus.

Mit einem 1:1 ging es ins Schlussdrittel, das zunehmend hitziger wurde. Beide Teams machten deutlich, dass sie sich nicht mit einer Punkteteilung zufriedengeben wollten. Die WILD WINGS setzten ein klares Zeichen und gingen durch Boaz Bassen erstmals in Führung. Wolfsburg reagierte jedoch prompt und glich zum 2:2 aus. In den Schlussminuten blieb das Spiel offen und umkämpft, doch es blieb beim Unentschieden nach 60 Minuten.

In der Overtime hatten die WILD WINGS mehrfach die Chance, den Sieg perfekt zu machen, doch die Entscheidung fiel erst im Penaltyschießen. Nach sechs Schützen stand der Sieger fest – und die Neckarstädter sicherten sich den Extra-Punkt.