
Es geht für den EHC Red Bull München in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) weiter. Das Team trifft auswärts auf die Nürnberg Ice Tigers.
Besonders Konrad Abeltshauser dürfte mit breiter Brust nach Franken reisen. Der Verteidiger absolvierte am Sonntag sein 500. DEL-Spiel, doch sein aktuelles Selbstbewusstsein liegt weniger an diesem Meilenstein oder am Bankdrücken im Gym sondern an der beeindruckenden Siegesserie der Red Bulls unter Don Jackson. Seit der DEL-Rekordtrainer das Team übernommen hat, ist München ungeschlagen.
Abeltshauser über Jacksons Erfolgsrezept
„Der Don weiß einfach, wie man gewinnt. Er hat die Siegermentalität zurückgebracht“, erklärte Abeltshauser nach dem 5:3-Erfolg gegen die Löwen Frankfurt am Sonntag. „Er hat nicht viel verändert, aber er erkennt kleinste Details und sorgt dafür, dass seine Vorgaben sofort umgesetzt werden.“
Starke Bilanz seit Jacksons Rückkehr
Unter Jackson holte der EHC Red Bull München 20 von 21 möglichen Punkten und gewann die letzten sieben Partien in Folge. Sieben Spieltage vor Ende der Hauptrunde liegt das Team mit 81 Punkten auf Platz vier punktgleich mit den drittplatzierten Adler Mannheim, die jedoch ein Spiel weniger absolviert haben.
Mit einem Sieg in Nürnberg will München weiter Druck auf die Konkurrenz ausüben. Abeltshauser setzt dabei auf das gewachsene Selbstvertrauen der Mannschaft: „Wenn du so einen Lauf hast, geht alles leichter. Die Stimmung ist besser, das Grinsen in den Gesichtern größer. Und weil die Tabelle so eng ist, können wir noch Boden gutmachen.“
Nürnberg kämpft um Playoff-Platz
Die Ice Tigers haben ihrerseits das klare Ziel, die Punkte in Franken zu behalten. Trainer Mitch O’Keefe und sein Team müssen weiterhin punkten, um sich unter den Top 10 zu behaupten und das Ticket für die erste Playoff-Runde zu sichern. Drei Siege aus den letzten vier Spielen zeigen, dass Nürnberg sich in guter Form befindet.
Topscorer Barratt als Schlüsselspieler
Ein entscheidender Faktor im Spiel der Ice Tigers ist Evan Barratt. Mit 55 Punkten in 43 Spielen rangiert der US-Amerikaner auf Platz drei der DEL-Scorerliste und gilt als Unterschiedsspieler. Doch er ist nicht der einzige Leistungsträger: Verteidiger Owen Headrick gehört zu den offensivstärksten Abwehrspielern der Liga, während William Graber, Jeremy McKenna und Cole Maier in der Offensive für Gefahr sorgen. Besonders im Powerplay sind die Ice Tigers mit einer Erfolgsquote von 27,1 Prozent brandgefährlich.
Torgarant Maier im Fokus
Mit 20 Treffern ist Cole Maier der beste Torschütze der Nürnberger. Gegen München war er in dieser Saison bereits dreimal erfolgreich – und die Ice Tigers gewannen zwei der bisherigen drei Duelle. Doch Abeltshauser will mit den Red Bulls ausgleichen und die Siegesserie auf acht Spiele ausbauen.
DEL-Bilanz gegen Nürnberg Ice Tigers
• Siege: 33
• Niederlagen: 26
• Siegquote: 56 Prozent
• Torverhältnis: 201:156
• Letztes Spiel: NIT – RBM 4:1
• Letzte zehn Spiele: S N S S S N N S N N
• Letzte zehn Auswärtsspiele: N S S S N S S N N N
Am Mittwochabend wird sich zeigen, ob die Red Bulls ihren Erfolgslauf fortsetzen können oder ob Nürnberg im Kampf um die Playoffs ein weiteres Ausrufezeichen setzt.


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