
Bremerhaven gibt sicher geglaubten Sieg aus der Hand
Die Fischtown Pinguins Bremerhaven haben am 16. Februar 2025 eine bittere 5:6-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Grizzlys Wolfsburg kassiert. Trotz einer komfortablen 3:0 Führung und eines 5:2 Vorsprungs nach zwei Dritteln ließ das Team von Trainer Alex Sulzer den Sieg aus der Hand gleiten. Wolfsburg nutzte Fehler in der Defensive und drehte die Partie im letzten Drittel, bevor die Entscheidung im Penaltyschießen fiel.
Starker Start: Bremerhaven dominiert das erste Drittel
Die Pinguins begannen die Partie mit viel Druck und erspielten sich früh hochkarätige Chancen. Bereits in der 2. Minute gab es eine Doppelchance, doch Wolfsburgs Torhüter Dustin Strahlmeier hielt stark. Die Grizzlys kamen vereinzelt zu Möglichkeiten, doch Bremerhaven kontrollierte das Spiel.
In der 11. Minute fiel die verdiente Führung: Ross Mauermann fing einen Wolfsburger Befreiungsschlag ab und legte auf Max Görtz ab, der per Onetimer zum 1:0 traf. Das Team blieb weiter offensiv gefährlich, und in der 16. Minute erhöhte Christian Wejse im Powerplay nach Zuspiel von Ziga Jeglic auf 2:0. Kurz vor der Pause hatte Jan Urbas noch die Chance zum dritten Treffer, scheiterte aber am Pfosten.
Pinguins bauen Führung aus, Wolfsburg schlägt zurück
Direkt nach Wiederbeginn schien sich das Spiel in eine klare Richtung zu entwickeln. Matthew Abt erhöhte nach nur 20 Sekunden auf 3:0 für Bremerhaven. Doch dann kam Wolfsburg besser ins Spiel. Ein Powerplay brachte den ersten Anschlusstreffer: Nolan Lambert verkürzte in der 26. Minute auf 3:1. Die Grizzlys übernahmen nun das Momentum und trafen nur zwei Minuten später erneut durch Steven Schinko zum 3:2.
Bremerhaven bewahrte jedoch zunächst die Nerven. Christian Wejse stellte im Powerplay mit seinem zweiten Tor des Tages auf 4:2, und kurz darauf sorgte Jan Urbas mit einem abgefälschten Schuss für das 5:2. Das Spiel schien wieder unter Kontrolle, doch Wolfsburg ließ nicht locker.
Wolfsburgs furiose Aufholjagd im letzten Drittel
Grizzlys-Coach Mike Stewart schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben. Wolfsburg startete mit hohem Tempo in das Schlussdrittel und erzielte bereits in der 42. Minute das 3:5 durch Lambert. Nur eine Minute später folgte das 4:5, als ein Schuss von Armin Button unglücklich abgefälscht wurde.
Bremerhaven verlor nun komplett den Faden, während Wolfsburg immer stärker wurde. In der 49. Minute fiel der verdiente Ausgleich: Ein verdeckter Schuss von Melchiori schlug hinter Maximilian Franzreb ein. Trotz einiger Chancen in den Schlussminuten konnte Bremerhaven das Spiel nicht mehr für sich entscheiden, und es ging in die Verlängerung.
Penaltyschießen entscheidet das Spiel – Wolfsburg siegt
Die Overtime bot Chancen auf beiden Seiten, doch weder Ziga Jeglic noch Ross Mauermann konnten ihre Möglichkeiten für die Pinguins nutzen. Wolfsburg verteidigte geschickt und rettete sich ins Penaltyschießen.
Dort hatten die Grizzlys das bessere Ende für sich: Steven Schinko verwandelte als einziger Schütze, während alle Bremerhavener Versuche erfolglos blieben. Damit sicherte sich Wolfsburg den Zusatzpunkt und bestrafte die Pinguins für ihre Nachlässigkeiten im letzten Drittel.
Für Bremerhaven war die Niederlage besonders bitter, da sie über weite Strecken die klar bessere Mannschaft waren. Doch defensive Unkonzentriertheiten und individuelle Fehler kosteten den sicher geglaubten Sieg. Trainer Alex Sulzer wird mit seinem Team nun daran arbeiten müssen, solche Führungen künftig souveräner über die Zeit zu bringen.


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