Fischtown Pinguins empfangen Tabellenführer Ingolstadt zum letzten Spiel vor der Pause

Am Sonntagnachmittag um 14:00 Uhr bestreiten die Fischtown Pinguins Bremerhaven ihr letztes Spiel vor der Länderspielpause. In der heimischen Eisarena trifft das Team von Alexander Sulzer auf den Tabellenführer ERC Ingolstadt, ein Duell mit besonderer Brisanz, denn es ist das erste Heimspiel der Pinguins seit dem Spielabbruch am 17. Januar.

Rückkehr in die Eisarena Bremerhaven

Nach der Ammoniak-Leckage, die zum Abbruch des letzten Heimspiels gegen Ingolstadt führte, musste die Eisarena Bremerhaven aufwendig repariert werden. Die Partie wurde damals mit 5:0 für den ERC gewertet und führte zu zwei weiteren Heimspielverlegungen für die Pinguins. Nun ist das Stadion wieder spielbereit – dank des großen Einsatzes von Fans und dem Team der Eisarena.

In der Zwischenzeit mussten die Pinguins ausschließlich auswärts antreten – mit gemischten Ergebnissen. Während sie in Berlin einen knappen Sieg errangen, gab es Niederlagen in Schwenningen (deutlich) und München (3:1). In der Tabelle bedeutet das einen Abrutsch auf Platz 5, punktgleich mit den Kölner Haien. Allerdings hat Bremerhaven noch drei Nachholspiele, die für eine Verbesserung sorgen könnten.

Fischtown Pinguins: Defensive bleibt Trumpf, aber Special Teams schwächeln

Nach zuletzt sechs Niederlagen aus zehn Spielen befindet sich das Team in einer kleinen Krise. Vor allem in Über- und Unterzahl lief es zuletzt nicht rund:

• Das sonst starke Penalty-Killing ließ gegen München und Schwenningen jeweils zwei Gegentore zu

• Auch das Powerplay kam durch viele Umstellungen nicht richtig in Fahrt

Dennoch bleibt die Defensive ein starkes Fundament: Mit 81 Gegentreffern stellt Bremerhaven die beste Abwehr der Liga. Für das Spiel gegen Ingolstadt hofft Coach Alexander Sulzer auf die Rückkehr einiger wichtiger Offensivspieler, um die offensive Durchschlagskraft zu erhöhen. Im Tor wird erneut Kristers Gudlevskis beginnen.

Da nach der Pause ein intensiver Spielplan mit 12 Spielen in 24 Tagen ansteht, wird es für Bremerhaven entscheidend sein, verletzungsfrei durch die Partie zu kommen und sich mit einem positiven Ergebnis in die Pause zu verabschieden.

ERC Ingolstadt: Starker Tabellenführer mit Offensivpower

Trotz der 1:4-Niederlage gegen Köln am Freitag bleibt der ERC Ingolstadt das Maß der Dinge in der PENNY DEL. Mit 161 Toren stellen die Panther die beste Offensive der Liga und mit 103 Gegentreffern die zweitbeste Defensive – nur die Pinguins stehen in dieser Kategorie besser da.

Zuletzt verpflichtete Ingolstadt den erfahrenen Torhüter Christian Heljanko als Ersatz für den verletzten Michael Garteig. Der dreifache finnische Meister konnte jedoch krankheitsbedingt noch nicht spielen, sodass weiterhin Devin Williams das Tor hütet. Williams zeigte in 25 Einsätzen starke Leistungen mit vier Shutouts, einer Fangquote von 90,99 % und einem Gegentorschnitt von 2,15.

Ein Schlüsselspieler der Panther ist Verteidiger Alex Breton, der mit 39 Punkten nicht nur der beste Verteidiger der Liga ist, sondern mit einer Plus-Minus-Statistik von +23 auch enorm wertvoll für das Team. Bester Torschütze ist Austin Keating mit 18 Treffern, dicht gefolgt von Breton mit 16.

Auch in den Special Teams ist Ingolstadt solide:

• Powerplay: 21,99 % (Platz 6 in der Liga)

• Penalty-Killing: 78,33 % (Platz 6 in der Liga)

Mit einem Corsi-Wert von 56,6 % und den zweitmeisten Schüssen der Liga zeigt sich, dass die Panther in allen Bereichen gefährlich sind. Trotz der Niederlage gegen Köln wird Ingolstadt aufgrund seiner individuellen Klasse ein harter Prüfstein für die Pinguins.

Schlüssel zum Spiel: Effizienz gefragt

Das letzte Aufeinandertreffen zwischen beiden Teams in Bremerhaven begann vielversprechend für die Pinguins: Mit einer 2:0-Führung nach dem ersten Drittel zeigte man sich effizient und defensiv stabil. Genau das wird auch diesmal der Schlüssel zum Erfolg sein:

• Effiziente Chancenverwertung gegen die zweitbeste Defensive der Liga

• Stabilität in der Defensive gegen die gefährliche Ingolstädter Offensive

• Special Teams wieder auf Kurs bringen, um Powerplay und Unterzahl effektiver zu gestalten

Coach Mark French forderte nach der Niederlage gegen Köln eine schnelle Reaktion seines Teams, während Bremerhaven die Heimkulisse nutzen will, um sich mit einem Erfolgserlebnis in die Pause zu verabschieden.

Mit der Rückkehr in die Eisarena und der Bedeutung des Spiels für beide Teams steht einem heißen Duell an der Küste nichts im Wege.