Düsseldorfer EG: Abstiegskampf mit Höhen und Tiefen

Die Düsseldorfer EG befindet sich weiterhin im harten Abstiegskampf und belegt aktuell den letzten Tabellenplatz in der DEL. Dennoch gibt es positive Entwicklungen: In vier der letzten fünf Spiele konnte das Team punkten. Besonders hervorzuheben sind die beeindruckenden Siege gegen Ingolstadt (4:1) und Berlin (3:2 nach Verlängerung). Auch in den knappen Niederlagen gegen Iserlohn (nach Verlängerung) und Straubing (nach Penaltyschießen) zeigte die DEG Moral und Kampfgeist. Lediglich die deutliche 0:6-Niederlage gegen Mannheim am vergangenen Mittwoch war ein Rückschlag.

Statistische Schwächen der DEG

Offensive:

Die größte Baustelle bleibt die Offensive, die mit nur 78 erzielten Toren die schwächste der Liga ist. Die Mannschaft hat Schwierigkeiten, sich Chancen zu erarbeiten und diese effektiv zu nutzen.

Defensive:

Auch die Defensive zeigt Schwächen und hat bereits 130 Gegentore zugelassen. Damit gehört die DEG zu den anfälligsten Teams der Liga. Zwar liegen Augsburg und Iserlohn auf einem ähnlichen Niveau, doch Teams wie die Löwen Frankfurt (110 Gegentore) agieren deutlich stabiler.

Spiel bei 5-gegen-5:

Im Spiel bei gleicher Spieleranzahl hat die DEG große Probleme. Der Corsi-Wert von 43,44 % zeigt die Schwierigkeiten bei Puckbesitz und Chancenerzeugung, während der Puckbesitz insgesamt bei nur 23,93 % liegt – dem schlechtesten Wert der Liga.

Schuss- und Passspiel:

Auch bei den Schussstatistiken fällt die DEG ab. Mit nur 1.632 Abschlüssen (899 davon aufs Tor) ist sie eines der ungefährlichsten Teams. Die Trefferquote beträgt lediglich 8,45 % (Platz 14 der Liga), während beispielsweise die Löwen Frankfurt mit 10,98 % (Platz 3) deutlich effizienter sind. Zudem bleibt die DEG mit nur 9.408 gespielten Pässen das passivste Team der Liga.

Lichtblicke bei den Special Teams

Trotz der Schwierigkeiten zeigt die DEG in den Special Teams solide Leistungen. Das Penaltykilling liegt mit einer Quote von 76,85 % im Mittelfeld und steht nur knapp hinter Teams wie Ingolstadt und Straubing. Das Powerplay ist mit einer Erfolgsquote von 18,37 % (Platz 10) ebenfalls konkurrenzfähig und ein positiver Faktor im Spiel der Düsseldorfer.

Leistungsträger der DEG

Die Topscorer der Mannschaft sind Brendan O’Donnell mit 10 Toren und 16 Assists (26 Punkte) sowie Alexander Blank mit 7 Toren und 14 Assists (21 Punkte). Im Tor kämpft Henrik Haukeland zwar tapfer, kommt jedoch in dieser Saison nicht über durchschnittliche Werte hinaus. Sein Gegentorschnitt liegt bei 3,21 pro Spiel, die Fangquote bei 90,6 %.

Rückblick auf das Duell gegen die Löwen Frankfurt

Im ersten Aufeinandertreffen der Saison unterlag Düsseldorf deutlich mit 0:3. Im zweiten Duell jedoch bewies das Team Kampfgeist und drehte einen 1:3-Rückstand noch in einen 4:3-Sieg. Dieser Erfolg zeigte, dass die DEG auch in schwierigen Situationen in der Lage ist, zurückzukommen – eine Eigenschaft, die im Abstiegskampf entscheidend sein könnte.

Fazit

Die Düsseldorfer EG steht zwar vor großen Herausforderungen, zeigt jedoch immer wieder Ansätze, die Hoffnung machen. Die kommenden Spiele werden entscheidend sein, um sich im Abstiegskampf zu behaupten


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