Am Dienstagabend kommt es in der Bremerhavener Eisarena zu einem echten Topspiel: Die Fischtown Pinguins treffen auf den amtierenden Meister und Tabellenführer, die Eisbären Berlin. Die Partie des 20. Spieltags verspricht ein Duell auf Augenhöhe, wenn die beste Defensive der Liga aus Bremerhaven auf die stärkste Offensive aus der Hauptstadt trifft.
Die Berliner präsentieren sich auch in dieser Saison in herausragender Form. Mit sechs Punkten Vorsprung auf Ingolstadt führen sie die Tabelle souverän an und haben bereits zehn Zähler mehr als Bremerhaven auf dem Konto. In 19 Spielen erzielten die Hauptstädter beeindruckende 79 Tore – ein Liga-Bestwert. Vier Berliner Spieler rangieren unter den Top-10-Scorern der DEL: Leo Pföderl (26 Punkte), Gabriel Fontaine (24), Ty Ronning (23) und Liam Kirk (19) sorgen für ständige Gefahr. Besonders Ronning unterstrich seine Klasse zuletzt mit einem Hattrick gegen Iserlohn.
Auch in Über- und Unterzahl sind die Berliner eine Macht. Mit einer Powerplayquote von 27,87 Prozent stellen sie die beste Überzahlformation der Liga, während sie in Unterzahl auf Platz sechs rangieren (78,95 %). In der Fairplay-Wertung belegen die Eisbären den zweiten Rang, was ihre Disziplin unterstreicht. Besonders beeindruckend ist ihre Auswärtsstärke: Acht Siege aus zehn Spielen sprechen eine deutliche Sprache.
Nach einem durchwachsenen Wochenende mit zwei knappen Niederlagen gegen Straubing (2:4) und Mannheim (0:1) wollen die Pinguins zu Hause wieder punkten. Trotz der Rückschläge bleibt Cheftrainer Alexander Sulzer optimistisch. „Wir haben in Mannheim ab dem zweiten Drittel dominiert, aber unsere Chancen nicht genutzt. Das muss sich gegen Berlin ändern“, betont er.
Defensiv sind die Pinguins nach wie vor das Maß der Dinge in der Liga. Mit nur 31 Gegentoren in 19 Spielen stellen sie die beste Abwehr der DEL. Ihre Unterzahlquote von 91,8 Prozent ist beeindruckend, und auch im Powerplay gehören sie mit 27,27 Prozent zu den Top-Teams – knapp hinter Berlin.
Das Team nutzte den Montag zur individuellen Regeneration und fokussiert sich am Spieltag mit Eistraining und Videoanalyse auf den Gegner. Im Tor könnte es zu einem Wechsel kommen: Kristers Gudlevskis könnte den zuletzt starken Maximilian Franzreb ablösen.
Beide Teams bringen eine klare Spielidee mit. Während die Eisbären auf ihre Offensivpower setzen, haben die Pinguins ihre Defensive und eine kompakte Spielweise als Trumpf. Cheftrainer Serge Aubin erwartet eine ausgeglichene Partie: „Bremerhaven ist defensiv hervorragend organisiert, aber auch offensiv gefährlich. Sie lassen kaum Raum und spielen mit viel Struktur.“
Auch Pinguins-Kapitän Jan Urbas blickt mit Spannung auf das Duell: „Wir wissen, wie stark Berlin ist, aber wir haben die Mittel, sie zu schlagen. Es wird auf Kleinigkeiten ankommen.“
Die Partie im ausverkauften Stadion verspricht Hochspannung. Können die Pinguins vor heimischem Publikum wieder in die Erfolgsspur finden, oder untermauern die Eisbären ihre Spitzenposition? Das Duell zweier Top-Teams könnte wegweisend für den weiteren Saisonverlauf sein.


Hinterlasse einen Kommentar