Tore und Spannung: Roosters vs. Adler in der Overtime

Nach einem schnellen und packenden ersten Drittel stand es für die Roosters verdient 2:0 auf der Anzeigetafel. Die Tore erzielten Brandon Troock mit einem filigranen Schlenzer und Osburn mit einem typischen Kracher. In der Folge fanden die Gäste im Mittelabschnitt immer besser ins Spiel und glichen durch einen hervorragenden Abschluss von Plachta und einem kuriosen Treffer von Gilmour aus. Nach 40 Minuten in einer ausgeglichenen Partie war das Ergebnis folglich ebenfalls ausgeglichen: 2:2.

Im letzten Drittel gelang Ziegler mit seiner gewohnten Spielweise das 3:2 für die Roosters, doch Szwarz antwortete postwendend für die Adler und stellte den Gleichstand wieder her. Trotz des Drucks der Adler hielt die defensive Leistung der Sauerländer bis zur letzten Sirene, sodass es in die Verlängerung ging. Dort konnten beide Teams trotz bester Chancen keinen Treffer erzielen. Im anschließenden Shootout sicherte Esposito mit seinem Treffer den Zusatzpunkt für die Gäste.

Beide Teams starteten dynamisch, und bereits früh standen die Torhüter im Mittelpunkt. Mannheim bemühte sich, die neutrale Zone mit seinen schnellen Flügelspielern zu überwinden, während die Roosters den Fokus auf die Kontrolle ihres Slots legten und stets auf Konter lauerten. Sowohl Troock, der im Slot über die Rückhand nicht genug Druck hinter den Puck bekam, als auch Fohrler, der von rechts außen einfach mal draufhielt, konnten keine frühen Treffer erzielen. Die Hausherren hatten optisch die besseren Abschlussmöglichkeiten, und schließlich war es Troock vorbehalten, den Puck über die Fanghand von Brückmann ins Netz zu schlenzen. Nach dieser Energieleistung von Troock und einem feinen Spielzug über Burke und Dietz musste Mannheim seine Intensität erhöhen und kam zu mehr Abschlüssen. Allerdings blieb das Roosters-Tor bei Jenike in sicheren Händen. Eine erste Überzahl nutzten die Sauerländer zu hastig, hielten den Druck jedoch aufrecht, und Osburn setzte mit einem typischen Kracher den Anspruch auf einen Heimsieg eindrucksvoll in Szene.

Mannheim kam druckvoll aus der Kabine. Das Shedden-Team zeigte sich defensiv wachsam und konterte schnell. Saffran und Gersich hatten gute Möglichkeiten, das Spiel auf 3:0 zu erhöhen, doch ihre Abschlüsse waren zu ungenau. Nach einem präzisen Handgelenksschuss von Plachta, der Jenike überwand, verkürzten die Adler auf 1:2. Mannheim war nun präsenter, jedoch boten auch die Roosters weiterhin Chancen und blieben auf Augenhöhe. Jentzschs etwas unpräziser Abschluss kurz vor dem Powerbreak zeigte, dass beide Teams auf einem ähnlichen Niveau agierten. Die bis dahin größte Chance der Roosters hatte Gersich, doch er konnte den Puck nicht kontrollieren, um Brückmann ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. In der Defensive standen die Roosters stabil, doch eine Unordnung nutzte Gilmour aus und glich aus.

Im letzten Abschnitt blieb es intensiv, die Adler versuchten, die Kontrolle über die Partie zu übernehmen, während die Roosters mit schnellem Umschaltspiel agierten. Keines der beiden Teams konnte sich jedoch ein Übergewicht erarbeiten. Die Roosters erzielten nach einem starken Konter durch Jentzsch und Virtanen das 3:2. Die Spannung stieg, als die Roosters in die Unterzahl mussten, jedoch zeigte die Defensive weiterhin eine starke Leistung. Nach Ablauf der Strafe blieben die Adler am Drücker und Szwarz glich erneut aus. In der Schlussphase drängten beide Teams auf die Entscheidung, doch die Kräfte schwanden auf einer Seite und Jenike blieb auf der anderen stark. Mit viel Willen und Disziplin konnten sich die Roosters den verdienten Punkt sichern, bevor es in die Overtime ging. Dort suchten beide Teams nach dem entscheidenden Treffer, doch trotz bester Chancen fiel kein Tor. Im Shootout traf kein Rooster, während Esposito den Zusatzpunkt für Mannheim sicherte.