Im Angriff kann Trainer Doug Shedden weiterhin auf seine Top-Reihe mit Tyler Boland, Eric Cornel und Michael DalColle setzen. Die drei Stürmer erzielten in der Vorsaison zusammen 116 Scorerpunkte und waren somit maßgeblich am Klassenerhalt beteiligt. Der Sturm der Roosters ist stark nordamerikanisch geprägt: Mit Brayden Burke, Shane Gersich und Brandon Troock haben sie drei Spieler ohne DEL-Erfahrung in ihren Reihen, die nun in Deutschland auf Punktejagd gehen. Besonders Troock soll vor dem gegnerischen Tor für Gefahr sorgen. In der letzten Saison sammelte er in 43 Spielen für Stockholm in der zweiten schwedischen Liga 31 Punkte.
Auch neu im Team ist Jake Virtanen, der von den Fischtown Pinguins Bremerhaven an den Seilersee wechselte. Auf der deutschen Seite der Aufstellung können die Iserlohner weiterhin auf Taro Jentsch und Sven Ziegler zählen. Nach sechs Spielen der laufenden Saison zeigt sich jedoch die Defensive der Roosters als Schwachstelle: Mit 25 Gegentoren stellt man nach Düsseldorf und Nürnberg die drittschwächste Abwehr der Liga. Sven Ziegler ist der bisherige Top-Scorer des Teams mit drei Toren und drei Assists.
Ein gefährlicher Aspekt der Roosters ist ihr Powerplay, das mit einer Erfolgsquote von 31,58 Prozent das beste der Liga ist. Gleichzeitig gehört jedoch das Unterzahlspiel mit nur 65,22 Prozent Erfolgsquote zu den schwächsten. Mit durchschnittlich etwas über 12 Strafminuten pro Spiel rangieren die Roosters ligaweit auf Platz drei hinter Augsburg und Wolfsburg.
Nach zwei Auswärtssiegen in Folge wollen die Fischtown Pinguins um Kapitän Jan Urbas ihren Erfolgskurs fortsetzen. Die starke Defensivarbeit war bisher ein Schlüssel zum Erfolg: In jedem Spiel kassierte das Team durchschnittlich nur ein Gegentor und hat bislang nie mehr als zwei Treffer pro Partie zugelassen. Besonders in Unterzahl überzeugten die Pinguins, denn sie blieben bislang ohne Gegentor in dieser Spielsituation.
Auch das Powerplay, das zuletzt ins Stocken geraten war, zeigt nun Verbesserungen und liegt bei einer Erfolgsquote von 19,05 Prozent. In Nürnberg erzielten sie zwei Tore in Überzahl. Nach seinem Shutout in Nürnberg könnte Torhüter Maximilian Franzreb auch morgen wieder das Tor hüten. Er feierte gegen die Ice Tigers seinen ersten Zu-Null-Sieg der Saison.
Neuzugang Joose Antonen gab in der Reihe mit Markus Vikingstad und Max Görtz sein DEL-Debüt und steuerte gleich zwei Assists bei. Der Finne brennt sicherlich darauf, sein erstes Tor vor heimischem Publikum zu erzielen. Unklar ist noch der Einsatz von Justin Büsing, der sich kurz vor Ende des zweiten Drittels in Nürnberg verletzte. Sollte er ausfallen, könnte Marat Khaidarov die dritte U23-Position im Line-up einnehmen.
Nach der mageren Chancenverwertung in Düsseldorf zeigten sich die Pinguins in Nürnberg deutlich effizienter vor dem Tor. Allerdings müssen sie sich auf eine aggressive Spielweise der Roosters einstellen – die jüngste Torgala sollte daher schnell aus den Köpfen der Pinguins verschwinden.


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