Zwischen Zahlen, Generationen und Geschichten, die Gesichter der PENNY DEL Hauptrunde 2025/26

Die Hauptrunde der PENNY DEL Saison 2025/26 neigt sich ihrem Ende entgegen. Für die meisten Teams stehen nur noch zwei Spiele auf dem Programm, zu wenig Zeit, um die Statistiken noch einmal grundlegend zu verändern. Was wir jetzt sehen, ist ziemlich wahrscheinlich das finale Bild dieser regulären Saison.

Und dieses Bild erzählt mehrere Geschichten gleichzeitig: von dominanten Scorern, treffsicheren Torjägern, stabilen Torhütern, und einer jungen Generation, die immer stärker in der Liga ankommt.

Ganz vorne in der Scorerliste steht derzeit Evan Barratt von den Nürnberg Ice Tigers. Mit 58 Punkten hat sich der US-Center zum offensiven Taktgeber seines Teams entwickelt. Besonders beeindruckend ist dabei sein Playmaking: 44 Assists zeigen, dass Barratt nicht nur abschließt, sondern vor allem Chancen kreiert. Er ist einer dieser Spieler, die ein Spiel lesen können, bevor es überhaupt passiert.

Direkt dahinter folgt Riley Barber vom ERC Ingolstadt. Mit 56 Punkten und 27 Toren gehört Barber zu den gefährlichsten Offensivspielern der Liga. Wenn Ingolstadt in dieser Saison einen Moment brauchte, in dem jemand den Unterschied macht, war Barber häufig derjenige, der den Puck im Netz untergebracht hat.

Der beste Torjäger der Liga kommt jedoch aus Eisbären Berlin. Liam Kirk hat bislang 30 Tore erzielt, und viele davon auf die Art, die echte Sniper auszeichnet. Schneller Release, wenig Platz, und der Puck liegt im Tor.

Auch Patrick Russell von den Kölner Haie gehört zu den konstantesten Offensivspielern der Saison. Mit 55 Punkten liefert der Däne beinahe Nacht für Nacht. Russell ist vielleicht kein Spieler, der laut auftritt – aber einer, der konstant produziert.

Mit Nicholas Halloran von den Straubing Tigers findet sich ein weiterer Name regelmäßig weit oben auf den Statistikbögen. Seine 51 Punkte sind nur ein Teil seiner Bedeutung für Straubing, Halloran ist ein Spieler, der auch defensiv arbeitet und damit zu den komplettesten Stürmern der Liga zählt.

Doch während die Offensive oft im Mittelpunkt steht, werden viele Spiele im Tor entschieden. Bei den Goalies hat sich besonders Janne Juvonen von den Kölner Haie in den Vordergrund gespielt. Eine Fangquote von über 93 Prozent gehört zu den besten Werten der Liga, und war ein entscheidender Faktor für viele Punkte der Haie.

Auch Antoine Bibeau vom EHC Red Bull München gehört zu den konstantesten Torhütern der Saison. Sein Gegentorschnitt unter zwei Treffern pro Spiel zeigt, wie stabil Münchens Defensive über weite Strecken der Hauptrunde war.

In der Verteidigung lohnt sich ein Blick auf Lukas Kälble von den Adler Mannheim, der mit einem starken Plus-Minus-Wert zu den effektivsten Defensivspielern der Liga gehört. Statistiken wie diese zeigen oft erst auf den zweiten Blick, wie wichtig ein Spieler für die Stabilität seines Teams ist.

Doch neben den etablierten Namen hat diese Saison noch eine andere Entwicklung gezeigt: Die junge Generation klopft immer lauter an die Tür der DEL.

In der Kategorie der U21-Spieler gehört Edwin Tropmann von dem ERC Ingolstadt zu den auffälligsten Akteuren. Der junge Stürmer hat sich längst von einem Talent zu einem festen Bestandteil der Offensive entwickelt und bringt Tempo sowie Kreativität ins Spiel der Ingolstädter.

Auch Timo Kose von den Löwen Frankfurt hat in dieser Saison gezeigt, dass junge Spieler nicht nur Minuten sammeln, sondern auch Verantwortung übernehmen können.

Bei den Grizzlys Wolfsburg sammelt zudem Timo Ruckdäschel wertvolle DEL-Erfahrung. Spieler wie er stehen stellvertretend für eine Entwicklung, die sich immer stärker abzeichnet: Junge Spieler bekommen früher Vertrauen und sie zahlen es zunehmend zurück.

Gerade mit Blick auf die bevorstehenden Playoffs könnte das noch entscheidend werden. Denn während Erfahrung in engen Serien oft den Unterschied macht, bringen junge Spieler etwas mit, das nicht messbar ist: Unbekümmertheit.

Mit nur noch zwei Spielen in der Hauptrunde scheint das statistische Bild dieser Saison weitgehend festzustehen. Die Namen an der Spitze der Listen sind bekannt, ihre Leistungen dokumentiert.

Doch schon bald werden diese Zahlen in den Hintergrund rücken.

Denn wenn die Playoffs beginnen, schreibt die PENNY DEL ihre Geschichten neu.