
Die Straubing Tigers gehen mit einem runderneuerten Kader in die PENNY-DEL-Saison 2025/26. Nach einem Sommer voller Bewegung mit zahlreichen Abgängen und spannenden Neuzugängen stellt sich die Frage: Wo steht das Team von Head Coach Craig Woodcroft in der kommenden Spielzeit im Abstiegskampf oder erneut in den Playoffs?
Transfers: Ein Umbruch mit klarer Handschrift
Zugänge:
Mit der Verpflichtung von Henrik Haukeland konnte Straubing einen der besten Torhüter der Liga nach Niederbayern lotsen. Gemeinsam mit Youngster Sebastian Wieber und dem talentierten Florian Bugl bilden die Tigers ein starkes Trio im Tor.
In der Defensive sorgt Nicolas Beaudin für Stabilität, während Routinier Marc-André Gragnani Erfahrung aus Nordamerika und Europa einbringt.
Im Angriff stechen besonders drei Namen hervor: Stefan Loibl, der nach Stationen bei Mannheim und internationaler Erfahrung zurückkehrt, der NHL-erprobte Tyler Madden sowie Meisterstürmer Filip Varejcka aus München. Ergänzt wird die Offensive durch Rückkehrer wie Nick Halloran und junge Talente wie Simon Seidl oder Tobias Schwarz.
Abgänge:
Verlassen haben den Verein unter anderem Torhüter Pascal Seidel, Verteidiger Philip Samuelsson und Offensivkraft JC Lipon (zu HC Pustertal). Auch Leistungsträger wie Michael Clarke und Nicolas Geitner gehören nicht mehr zum Kader. Trotz dieser Verluste konnten die Tigers ihre Mannschaft in der Breite verstärken.
Kaderanalyse: Tiefe auf allen Positionen
Torhüter: Mit Haukeland und Bugl sind die Tigers im Vergleich zu vielen DEL-Konkurrenten bestens aufgestellt. Verteidigung: Neben erfahrenen Kräften wie Benedikt Brückner und Marcel Brandt sollen Beaudin und Gragnani frischen Wind bringen. Sturm: Loibl, Madden und Varejcka sorgen für viel Offensivpotenzial, flankiert von bewährten Kräften wie Jason Akeson oder Parker Tuomie. Mit 15 Stürmern ist der Kader breit genug, um auch Verletzungen kompensieren zu können.
Prognose: Realistische Playoff-Chancen
Die große Frage bleibt: Wo landen die Tigers in der Tabelle?
Für die Playoffs spricht die Tiefe im Kader, die Qualität auf der Torhüterposition und die Rückkehr von Loibl. Risiken liegen in der Integration der Neuzugänge und im Abgang einiger Schlüsselspieler, die Erfahrung und Härte eingebracht haben.
Dennoch: Ein Abstiegskampf scheint angesichts der Kaderstärke sehr unwahrscheinlich. Realistisch ist eine Platzierung zwischen Rang 6 und 9, was die sichere Playoff-Teilnahme oder zumindest die erste Playoff-Runde bedeuten würde.
Fazit
Die Straubing Tigers haben ihre Hausaufgaben gemacht. Mit einer gelungenen Mischung aus Erfahrung, jungen Talenten und internationaler Klasse starten sie in die neue Saison. Ob es für die direkte Playoff-Qualifikation reicht oder „nur“ die Pre-Playoffs werden, hängt entscheidend von der Konstanz im Tor und dem Zusammenspiel der neuen Offensivkräfte ab. Klar ist: Die Tigers gehören auch 2025/26 zu den Teams, mit denen im Kampf um die Playoffs zu rechnen sein wird.


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